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Kabinettsbeschluss zum TSVG stärkt Patienten

Foto: Abhorchen bei einem Mann

(26.09.18) Aus Sicht des AOK-Bundesverbandes enthält die Kabinettsfassung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) entscheidende Verbesserungen gegenüber dem Referentenentwurf. In einer ersten Reaktion hebt Vorstandsvorsitzender Martin Litsch einige Punkte hervor: "Die digitale Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen wird jetzt endlich umfassend geregelt, indem beim weiteren Ausbau der elektronischen Kommunikation ausdrücklich auch die Patienten einbezogen sind."

Neben Konkretisierungen im Bereich der ärztlichen Bedarfsplanung begrüßt Litsch zudem das Stufenkonzept in der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung. "Damit stärken wir die Akutversorgung und differenzieren genauer nach Schweregrad. Das macht die Behandlung für Patienten bedarfsgerechter und flexibler."  Positiv überrascht zeigt sich Litsch über einen anderen Schritt: "Sollte es gelingen, mit dem Gesetz endlich ambulante Kodierrichtlinien einzuführen, so wäre das nicht nur ein Riesenerfolg für die ärztliche Diagnosequalität, sondern auch ein entscheidender Beitrag zur Stärkung der Manipulationsresistenz im Morbi-RSA."

An anderer Stelle reagiert Litsch allerdings skeptisch: "Fest steht, wenn jetzt noch mehr Beitragsgelder an Ärzte fließen, sollten Patienten auch mehr Terminservice und Behandlungsqualität spüren können. Ob Ärzte durch all die neuen Honorarzuschläge aber wirklich mehr neue Patienten annehmen und gezielter an andere Ärzte überweisen, steht allerdings in den Sternen."

(Pressemitteilung des AOK-Bundesverbandes vom 26.09.18)

Kabinettsbeschluss zum TSVG stärkt Patienten

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