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71,12 Millionen Versicherte zählte die Soziale Pflegeversicherung (SPV) am 1. Januar 2016. 9,36 Millionen Menschen waren privat pflegeversichert.

Von den mehr als 82 Millionen Menschen in Deutschland sind 2,84 Millionen pflegebedürftig. Die SPV versorgt etwa 2,67 Millionen Menschen, die private Pflegeversicherung gut 178.000. Knapp 2,04 Millionen werden ambulant gepflegt, knapp 808.000 in stationären Einrichtungen.

Der Grad der Pflegebedürftigkeit ist in stationären Einrichtungen höher als im ambulanten Sektor. 63,6 Prozent der ambulant Pflegebedürftigen in der SPV fallen unter die Pflegestufe I, stationär sind es 42,8 Prozent. Ab der Pflegestufe II dreht sich das Verhältnis von 28,3 Prozent (ambulant) zu 37,5 Prozent (stationär). In Pflegestufe III ist der stationäre Anteil (19,7 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie der ambulante (8,1 Prozent).

2015 lagen die Leistungsausgaben der SPV bei 26,7 Milliarden Euro (14,6 Milliarden Euro ambulant, 12,1 Milliarden Euro stationär). Von 2002 bis 2015 sind die Ausgaben um rund 10,2 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 61,8 Prozent.

Das Risiko der Pflegebedürftigkeit liegt vor dem 60. Lebensjahr aktuell bei 0,8 Prozent, zwischen 60 und 80 bei etwa 5,2 Prozent und steigt ab 80 rasant auf 31,7 Prozent. Mehr als die Hälfte der Leistungsbezieher aus der SPV (53,63 Prozent) im Jahr 2015 war älter als 80 Jahre.

1.005.524 Beschäftigte arbeiten in Pflegeeinrichtungen (Stand 2013). Fast 70 Prozent (685.447) entfallen auf den stationären Sektor. Im ambulanten Sektor arbeiteten 320.077 Menschen.


Zum ams-Thema 04/16