Zahlen und Fakten zur Gesundheitskompetenz

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05.09.16 (ams). 54,3 Prozent der Deutschen haben Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen. Zehn Prozent haben gar ein inadäquates Health-Literacy-Niveau, nur sieben Prozent ein exzellentes Niveau.

An der ersten repräsentativen Studie zur Gesundheitskompetenz in Deutschland haben 2.000 Menschen älter als 15 Jahre teilgenommen.

Deutschland (45,7 Prozent) liegt bei der Gesundheitskompetenz unter dem europäischen Durchschnitt (52,5 Prozent). In den Niederlanden (71,4 Prozent), Irland (60 Prozent) Polen (55,4 Prozent) oder Griechenland (55,2 Prozent) hat der European Health Literacy Survey höhere Kompetenzwerte ergeben.

44,5 Prozent der Deutschen finden es schwierig, die Vor- und Nachteile von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu beurteilen. Wann sie eine zweite Meinung von einem anderen Arzt einholen sollten, finden 49,3 Prozent der Deutschen schwierig zu beurteilen.

In bestimmten Bevölkerungsgruppen ist der Anteil der Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz besonders hoch. Das sind Menschen mit niedrigem Bildungsstatus (62 Prozent ), Menschen im höheren Lebensalter (66 Prozent) und Menschen mit Migrationshintergrund (71 Prozent).


Zum ams-Thema 03/16