Qualitätssicherung mit Routinedaten

ams-Stichwort

19.11.15 (ams). Die Abkürzung "QSR" steht für Qualitätssicherung mit Routinedaten. Dabei handelt es sich um ein statistisches Verfahren, das es ermöglicht, die Behandlungsqualität von Kliniken zuverlässig zu messen, zu bewerten und zu vergleichen - und zwar ohne dass Krankenhäuser einen zusätzlichen Dokumentationsaufwand haben. Dazu greift QSR auf anonymisierte Abrechnungsdaten von Kliniken und niedergelassenen Ärzten zurück. Das Besondere: Die Qualität bestimmter stationärer Behandlungen wird langfristig und bis zu einem Jahr nach der Entlassung gemessen. Im Behandlungsverlauf auftretende Komplikationen und unerwünschte Folgeereignisse werden so berücksichtigt. Krankenhäuser, die besonders viele schwierige Fälle behandeln, werden bei der Berechnung der Ergebnisse nicht benachteiligt. So ermöglicht das QSR-Verfahren einen fairen Vergleich der Behandlungsqualität.

Das QSR-Verfahren wird vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) gemeinsam mit medizinischen Experten stetig weiterentwickelt. Es geht auf eine Initiative des AOK-Bundesverbands, der HELIOS Kliniken, des WIdO und des Forschungs- und Entwicklungsinstituts für das Sozial- und Gesundheitswesen Sachsen-Anhalt (FEISA) aus dem Jahr 2002 zurück.

Im AOK-Krankenhausnavigator werden die QSR-Ergebnisse zu ausgewählten stationären Behandlungen seit dem Jahr 2010 veröffentlicht. Die Qualitätsdaten werden jährlich aktualisiert.


Zum ams-Thema 04/15