Die Navigatoren-Welt der Gesundheitskasse

Gezielte Suche online

19.11.15 (ams). Wer einen passenden Arzt sucht, ein geeignetes Krankenhaus oder einen qualifizierten Pflegedienst beziehungsweise ein Pflegeheim, der ist bei den nicht-kommerziellen Gesundheitsnavigatoren der AOK unter www.aok-gesundheitsnavi.de an der richtigen Adresse. Neu seit 2015 ist zudem das Informationsformat "Faktenboxen“. Hier werden komplexe Fragen zu Nutzen und Risiken von medizinischen Behandlungen, Früherkennungsuntersuchungen oder Nahrungsergänzungsmitteln auf schnelle und kompakte Weise beantwortet.

Der AOK-Krankenhausnavigator:

Wer vor einer Krankenhaus-Behandlung steht und nach einer geeigneten Klinik sucht, wird im AOK-Krankenhausnavigator fündig. Nach Eingabe von Behandlungswunsch und Postleitzahl werden die Krankenhäuser in der Nähe übersichtlich angezeigt. Der AOK-Krankenhausnavigator auf Basis der Weissen Liste bietet einen bundesweiten Überblick über das Leistungsangebot von Kliniken und gibt so Orientierungshilfe. Die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Die Informationen über die Behandlungsergebnisse der Kliniken basieren zum einen auf strukturierten Qualitätsberichten der Krankenhäuser. Zum anderen bietet die AOK im Krankenhausnavigator weitergehende Informationen zur Behandlungsqualität der Krankenhäuser bei bestimmten Eingriffen. Diese stammen aus dem sogenannten QSR-Verfahren. Es ist auch möglich, im Krankenhausnavigator Kliniken miteinander zu vergleichen und zu recherchieren, bei welchen Eingriffen ein Krankenhaus überdurchschnittliche, durchschnittliche oder unterdurchschnittliche Behandlungsqualität nach dem QSR-Verfahren aufweist. Orientierung bieten dabei die "AOK-Lebensbäumchen“. Es gilt: Je mehr Bäumchen, desto besser ist die Behandlungsqualität nach QSR. Hinzu kommen die Ergebnisse einer deutschlandweiten Versichertenbefragung zur Zufriedenheit mit der Behandlung im Krankenhaus. Seit November 2011 befragen AOKs und die BARMER GEK gemeinsam mit der Weissen Liste bundesweit Versicherte zu ihren Erfahrungen im Krankenhaus.

Der AOK-Arztnavigator:

Der AOK-Arztnavigator soll Patienten bei der Arztsuche unterstützen. Versicherte können hier ihren Arzt bewerten und dadurch anderen Nutzern bei der Suche nach einem passenden Arzt helfen. Ärzte und Praxisteams bekommen über das Portal eine faire und aussagekräftige Rückmeldung. Veröffentlicht werden die Ergebnisse erst ab fünf Bewertungen pro Arzt. Etwa 300.000 Bewertungen zu Haus-, Fach- und Zahnärzten wurden bereits abgegeben. Die Arztbewertungen beruhen auf einem wissenschaftlich entwickelten Fragebogen. Versicherte der AOK und der anderen am Projekt beteiligten Krankenkassen können sich mit den Angaben auf ihrer Versichertenkarte anmelden und ihre Ärzte anschließend anonym bewerten. Diese einzigartige Registrierung mit der Versichertennummer bietet Schutz vor Manipulationen und verhindert beispielsweise Mehrfachbewertungen durch ein- und denselben Patienten. Auch bezahlte Platzierungen in den Ergebnislisten wie in anderen Portalen sind im AOK-Arztnavigator nicht möglich. Entwickelt wurde die Online-Arztsuche von der AOK und der Weissen Liste. Mittlerweile beteiligen sich auch die BARMER GEK, die Techniker Krankenkasse und die Bertelsmann BKK an der Arztbewertung.

Die AOK-Pflegenavigatoren:

Nicht nur die Leistungen und der Preis spielen bei der Suche nach einem Pflegedienst oder einem Pflegeheim eine Rolle, sondern auch die Qualität. Mit ihren Pflegenavigatoren unterstützt die AOK Pflegebedürftige und Angehörige dabei, gezielt geeignete Einrichtungen in ihrer Nähe zu finden. In der umfangreichen Datenbank sind zurzeit über 14.800 Pflegeheime und 14.000 Pflegedienste gelistet. Mithilfe der Navigatoren können sich Pflegebedürftige und Pflegende über das Leistungsspektrum, die pflegefachlichen Schwerpunkte, Preise und Qualität der Einrichtungen informieren.

Die AOK-Faktenboxen:

Mit ihren Faktenboxen will die AOK die Gesundheitskompetenz von Patienten stärken. Ziel ist eine verständliche und einprägsame Wissensvermittlung, die den aktuellen Stand der medizinischen Forschung berücksichtigt. Dazu wurden gemeinsam mit unabhängigen Experten die AOK-Faktenboxen entwickelt. Sie stehen allen Interessierten im Internetauftritt der Gesundheitskasse zur Verfügung. Die Boxen sind jeweils dreigeteilt: Auf Fragen rund um Nutzen und Risiken von Behandlungen, Untersuchungen, Früherkennungstests und Arzneimitteln folgt die Bewertung des Nutzens und des Schadens beziehungsweise der möglichen Nebenwirkungen. Die Ergebnisse sind mit Grafiken und leicht verständlichen Texten aufbereitet. Wer tiefer einsteigen will, findet dazu weitere Erläuterungen genauso wie Links zu den Quellen. Manche Boxen liefern Patienten zusätzlich praktische Tipps für den Umgang mit Arzt und Apotheker oder erklären den Versicherten, wie sie die Leistungen ihrer Kran-kenkasse in Anspruch nehmen können. Bisher sind Faktenboxen zu elf Themen veröffentlicht worden. Das Angebot soll kontinuierlich erweitert werden.

Zum ams-Thema 04/15