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Innovatives AOK-Angebot für mündige Versicherte

Transparenzberichte: Zweite Auflage online

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22.10.21 (ams) Servicequalität, Bearbeitungsdauer, Leistungsgenehmigungen – seit rund einem Jahr veröffentlicht die AOK diese bislang internen Kennzahlen mit dem Ziel, für den Versicherten transparenter zu werden. "Mit den Transparenzberichten haben wir etwas sehr Innovatives auf den Weg gebracht und stechen aus der Masse heraus“, zieht Katharina Grabietz, Versichertenvertreterin und Verwaltungsratsmitglied der AOK Hessen, eine erste Bilanz. Traudel Gemmer, Arbeitgebervertreterin und Verwaltungsratsvorsitzende der AOK Sachsen-Anhalt, ergänzt: "Mit diesem Angebot stellen die AOKs Informationen bereit, die Versicherte sich wünschen.“ Nur wer mündig und informiert sei, könne letztlich kompetent für sich entscheiden. Insofern sei die Transparenz der AOKs zukunftsweisend.

Mithilfe der Transparenzberichte können Versicherte seit Ende 2020 auf einen Blick sehen, welche Zusatzleistungen, besondere Unterstützungsleistungen und Beratung die Gesundheitskasse bietet. Enthalten sind auch Erklärungen und Zahlen zu Widerspruchsverfahren, zu Genehmigungs- und Ablehnungsquoten, zu Bearbeitungszeiten und beispielsweise Ergebnisse von Versichertenbefragungen.

"Viele Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen Internetportale, um Leistungen der Krankenkassen zu vergleichen. Was diese Angebote allerdings nicht bieten: Sie geben keinen Aufschluss darüber, wie eine Krankenkasse arbeitet“, so Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK Bundesverbandes. Genau diese Auskunft stellten die AOKs seit letztem Jahr transparent zu Verfügung. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz und stärkten dabei auch die Gesundheitskompetenz der Versicherten, erläuterte Hoyer.

Inzwischen steht die zweite Auflage der Transparenzberichte im Netz. „Sie werden jährlich neu aufgelegt, aktualisiert und evaluiert“, erläutert Grabietz. „Die Rückmeldungen der Versicherten fließen natürlich mit ein, denn es ist ja schließlich ein Produkt für Versicherte.“ Es stärke auch das Vertrauen zwischen Kasse und Versicherten, wenn „ich einfach und schnell erfahre, was ich tun kann, wenn ich eine Entscheidung nicht nachvollziehen kann. Hier werden auch die Widerspruchsausschüsse präsent, ein wichtiger Teil der sozialen Selbstverwaltung, der Versicherten zu ihrem Recht verhilft“.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke, hatte die AOK bereits im Juni ausdrücklich für ihre Transparenzoffensive gelobt und alle Krankenkassen aufgefordert, "Berichte zur Qualität ihrer Leistungsgewährung und zu Leistungskennzahlen wie der Bearbeitungszeit von Anträgen oder der Anzahl erfolgreicher und abgelehnter Widersprüche öffentlich und transparent“ zu machen. Solche Informationen könnten den Versicherten helfen, besser einzuschätzen, ob ihre Kasse "im Krankheitsfall für sie da sein wird“.


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