Neues aus dem Gemeinsamen Bundesausschuss

ams-Politik 07/21

GBA verlängert Corona-Sonderregeln erneut

Um Arztpraxen zu entlasten und direkte Arzt-Patienten-Kontakte so gering wie möglich zu halten, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) die Corona-Sonderregeln ein weiteres Mal verlängert. Menschen mit leichten Erkältungssymptomen müssen für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach wie vor nicht zwingend zum Arzt, sondern können sich bis Ende September telefonisch bis zu sieben Kalendertage – und weitere sieben Folgetage – krankschreiben lassen. Unabhängig von dieser Ausnahmeregelung sollten Versicherte bei typischen Covid-19-Symptomen, nach Kontakt zu Patienten mit einer entsprechenden Erkrankung und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen. In der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung, einem Angebot für Menschen mit komplexen, schwer therapierbaren und seltenen Erkrankungen, bleibt die Möglichkeit zur telefonischen Beratung – ebenfalls bis 30. September 2021 – erhalten.

Karin Maag folgt auf Elisabeth Pott

Die Bundestagsabgeordnete Karin Maag ist neues unparteiisches Mitglied beim Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA). Sie folgt damit auf Elisabeth Pott, die Ende Februar 2021 aus persönlichen Gründen aus der laufenden sechsjährigen Amtszeit ausgeschieden ist. Karin Maag war seit 2009 Bundestagsabgeordnete. In ihrer neuen Funktion beim GBA ist sie für Qualitätssicherung, Disease-Management-Programme und die ambulante spezialfachärztliche Versorgung verantwortlich. Bei diesen Themen übernimmt sie den Vorsitz der beschlussvorbereitenden Unterausschüsse. Sie ist neben Josef Hecken und Monika Lelgemann das dritte unparteiische stimmberechtigte Mitglied des GBA.


Zum ams-Politik 07/21