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Kurzmeldungen

ams-Politik 07/21

Junge Freiberufler neigen zur Selbstausbeutung

05.07.21 (ams). Je länger jemand selbstständig arbeitet, umso mehr steigt die Arbeitszeit. Das zeigt eine Studie für die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Mit Blick auf Maßnahmen zur Gesundheitsförderung fordern die Experten, Soloselbstständigen zielgerichtete, attraktive und interessengerechte Angebote zu machen. Erfahrene Soloselbständige arbeiteten zwar insgesamt länger, die Jüngeren neigten aber oft zu extremen Arbeitszeiten und gestalteten diese besonders flexibel. Das deute darauf hin, dass jüngere Soloselbständige eher riskieren, sich gesundheitlich zu überfordern, so die Schlussfolgerung. Zugleich nähmen sich Soloselbstständige mit 22,6 Tagen im Jahr wenig Urlaub. Der Schnitt unter den Beschäftigten in Deutschland habe 2019 bei 30,9 Tagen gelegen.

AOK: E-Rezept in Kassen-Apps integrieren

01.07.21 (ams). Im Rahmen eines eng begrenzten Pilotprojektes in Berlin und Brandenburg ist das elektronische Rezept für Arzneimittel gestartet. Die AOK-Gemeinschaft begrüßte die Einführung, sprach sich aber zugleich dafür aus, dass Patienten das E-Rezept künftig auch über Apps und Online-Plattformen ihrer Krankenkassen nutzen können. Sie seien der richtige Ort für die Einbindung und Übermittlung des E-Rezeptes und "sollten für die Versicherten die zentrale Plattform sein, auf der sie alle Anwendungen für Verordnungen, Rezepte, Notfalldaten, Organspendeausweis oder Medikationsplan zusammengefasst finden", betonte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

Corona: Klinikpatienten fehlen viermal länger am Arbeitsplatz

30.06.21 (ams). Beschäftigte, die wegen einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden mussten, haben anschließend im Schnitt mehr als zwei Monate am Arbeitsplatz gefehlt. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Krankmeldungen der 14,7 Millionen AOK-versicherten Erwerbstätigen durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Im Mittel fielen die Betroffenen 61,4 Tage aus – viermal so lange wie der Durchschnitt der Erwerbstätigen mit 15 Fehltagen. Damit werde deutlich, "dass eine schwere Covid-19-Erkrankung auch mittel- und längerfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten haben kann", so der stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder.


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