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Kurzmeldungen

ams-Politik 03/21

Trend bei Erziehungs- und Gesundheitsberufen setzt sich fort

09.03.21(ams). Das Risiko, wegen einer Covid-19-Diagnose krankgeschrieben zu werden, war für Beschäftigte in Kinderbetreuungsberufen 2020 mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Berufsgruppen. Das zeigt eine Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK-Mitglieder durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) für die Monate März bis Dezember "Die Ergebnisse unserer früheren Analysen bestätigen sich auch für die zweite Welle", kommentierte WIdO-Vize Helmut Schröder die aktuellen Daten. Auch Beschäftigte in Gesundheitsberufen waren überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Covid-19 arbeitsunfähig, sie belegten der Rangliste die Plätze zwei bis zehn.

NRW will Kliniklandschaft reformieren

03.03.21 (ams). Der Nordrhein-Westfälische Landtag hat ein Krankenhausgestaltungsgesetz (KHGG NRW) verabschiedet. „Damit wurde die dringend erforderliche Kehrtwende bei der Klinikplanung eingeleitet“, sagte Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST, in einer Erklärung der gesetzlichen Krankenkassen und deren Verbände. Das Gesetz schaffe gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, qualitäts- und patientenorientierte Krankenhausstruktur. Die Spezialisierungs- und Konzentrationsprozesse sowie Mindestfallzahlen müssten dazu führen, dass hochspezialisierte Leistungen künftig auch nur noch von klar definierten Kliniken erbracht werden dürften, so Ackermann.

AOK pocht auf Vergabekriterien bei Antibiotika-Ausschreibungen

25.02.21 (ams). Im Streit um die Vergabekriterien bei Antibiotika-Ausschreibungen geht die AOK in die nächste Instanz. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der AOK-Baden-Württemberg und Federführer der AOK-Gemeinschaft für die bundesweiten Generikaverträge, Johannes Bauernfeind, an. Die AOK-Gemeinschaft hatte 2020 fünf Antibiotika-Wirkstoffe erstmals gesondert ausgeschrieben. Dabei sollte nicht allein der Preis ausschlaggebend sein, sondern auch die Lieferkette sowie die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsschutz seitens der Hersteller. Die Vergabekammer des Bundes gab aber dem Einspruch mehrerer Hersteller statt. „Es ist nicht akzeptabel, dass Hersteller Ausschreibungskriterien angreifen, die die Pharma-Lobby und Politiker mehrerer Parteien seit langer Zeit selbst gefordert hatten“, kritisierte Bauernfeind.


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