Auf 91,3 Milliarden Euro ...

Zahl des Monats

Foto: Krankenhaus-Station

27.12.18 (ams) ... sind die Kosten der stationären Krankenhausversorgung im Jahr 2017 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sind die Klinikkosten im Vergleich zu 2016 um 3,9 Prozent angewachsen. Damals waren es 87,8 Milliarden Euro.

Umgerechnet auf die rund 19,4 Millionen vollstationären Behandlungsfälle 2017 lagen die Krankenhauskosten je Fall bei durchschnittlich 4.695 Euro und damit um sogar um 4,4 Prozent höher als im Jahr zuvor. 2016 kostete ein Behandlungsfall im Schnitt 4.497 Euro. Laut Bundesgesundheitsministerium trug 74,90 Milliarden Euro der stationären Krankenhauskosten die gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

In Brandenburg waren die durchschnittlichen stationären Kosten je Fall mit 4.235 Euro am niedrigsten, in Hamburg mit 5.408 Euro am höchsten. Auch in Baden-Württemberg, Berlin und Bremen überstiegen die durchschnittlichen Fallkosten erstmals den Betrag von 5.000 Euro. Am deutlichsten wuchsen die stationären Kosten je Fall im Vergleich zu 2016 mit jeweils 5,3 Prozent in Hessen und Rheinland-Pfalz. In Mecklenburg-Vorpommern gab es mit 2,9 Prozent den geringsten Kostenanstieg.

Zusammen mit den Ausgaben für nichtstationäre Leistungen wie Ambulanz, wissenschaftliche Forschung und Lehre in Höhe von 14,5 Milliarden Euro beliefen sich die Gesamtkosten der Krankenhäuser im Jahr 2017 auf 105,7 Milliarden Euro, rund vier Milliarden mehr als 2016.


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