Forschungspartnerschaft "Seltene Erkrankungen"

EU-Ticker

Foto: Zytostatika-Zubereitung

27.12.18 (ams). Die Europäische Kommission und 35 Partnerländer haben eine neue Forschungspartnerschaft zu seltenen Krankheiten ins Leben gerufen. Mit einem Budget von über 100 Millionen Euro – davon die Hälfte aus dem EU-Forschungsprogramm "Horizon 2020" – sollen neue Behandlungs- und Diagnoseinstrumente erforscht werden. An der Partnerschaft sind mehr als 130 Einrichtungen aus 35 Ländern beteiligt. Sie wird vom französischen Nationalinstitut für Gesundheit und medizinische Forschung koordiniert und soll am 1. Januar 2019 offiziell an den Start gehen. Das Projekt ergänzt weitere EU-Initiativen im Bereich der seltenen Krankheiten. So arbeiten seit 2017 in den Europäischen Referenznetzwerken (ERN) 900 Mediziner-Teams unter anderem zu Knochenleiden, Blutkrankheiten und Krebserkrankungen bei Kindern zusammen.

"Ihr Europa" als zentrale Onlineplattform der EU

27.12.18 (ams). Nach dem Europäischen Parlament hat der Europäische Rat die Verordnung zur Einrichtung eines "zentralen digitalen Zugangstors" verabschiedet. Sie ist am 12. Dezember 2018 in Kraft getreten. Danach wird unter dem Namen „Ihr Europa“ eine zentrale Verwaltungspattform aufgebaut. Sie soll nutzerfreundlich und in allen EU-Amtssprachen Netze und Dienste der EU und der Einzelstaaten verknüpfen. Grundprinzip: Ein Onlineverfahren, das den Bürgern eines Mitgliedstaates zur Verfügung steht, soll auch den Bürgern aller anderen EU-Länder zugänglich sein. Im Bereich der Krankenversicherung geht es insbesondere um Informationen über medizinische Behandlung und Prävention, zur Krankenversicherung selbst oder über den Zugang zu Arzneimitteln. Auch Verfahren zur An- oder Ummeldung bei einer Krankenkasse müssen künftig online angeboten werden. Die nationalen Organisationen und Verwaltungen haben jetzt je nach Sachverhalt eine Umsetzungsfrist von zwei, vier oder fünf Jahren.

Anstieg der Lebenserwartung hat sich verlangsamt

27.12.18 (ams). Der Gesundheitszustand der Menschen in der EU ist grundsätzlich gut, aber die Prävention muss verbessert und die medizinische Versorgung effizienter organisiert werden. Das ist der Tenor des neuen Jahresberichtes "Gesundheit auf einen Blick: Europa", den die EU-Kommission und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Ende November 2018 veröffentlicht haben. Der Bericht belegt allerdings, dass die Verbesserung des Gesundheitszustands kein Selbstläufer ist. Danach hat sich der über viele Jahre rasche und kontinuierliche Anstieg der Lebenserwartung seit 2011 verlangsamt. Außerdem bleibe die Lebenserwartung weiter abhängig vom sozialen und wirtschaftlichen Status. Im Bereich der Prävention verweist der Report vor allem auf Bedarf bei Programmen zu Alkoholprävention bei Jugendlichen und zur Vorbeugung psychischer Krankheiten.


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