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GKV-Finanzen: Ampel muss schnellstmöglich eine nachhaltige Lösung schaffen

Foto: Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverband

Martin Litsch

(22.11.21) Die Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleibt nach wie vor angespannt. Das zeigen auch die Quartalszahlen der AOK-Gemeinschaft. Demnach hat sich der Negativtrend aus dem zweiten Quartal (minus 1,6 Milliarden Euro) im dritten Quartal unvermindert fortgesetzt. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, forderte am Montag (22. November) von der Politik erneut Stabilisierungsmaßnahmen über zusätzliche Steuerzuschüsse hinaus.

"Die AOK-Gemeinschaft schließt aktuell mit einem Defizit von 2,7 Milliarden Euro, der Ausgabenanstieg fiel mit plus 4,4 Prozent wieder deutlich höher aus; hier spiegeln sich auch die Folgen der kostspieligen Gesetzgebung wider. Nachdem die GKV-Finanzen in den Jahren 2021 und für 2022 nur durch kurzfristig aufgestockte Bundeszuschüsse in Rekordhöhe sowie abgezapfte Kassenrücklagen stabilisiert werden konnten, stellt sich nun die Finanzierungsfrage für 2023 und die Jahre danach. Aus AOK-Sicht muss die Ampel-Koalition schnellstmöglich eine nachhaltige Finanzierungslösung für die GKV schaffen. Neben der Stabilisierung der Einnahmesituation gehören dazu auch Maßnahmen auf der Ausgabenseite wie beispielsweise die Anhebung des Herstellerrabatts für patentgeschützte Arzneimittel."