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AOK wird immer jünger

Foto: Martin Litsch

Martin Litsch

(26.07.18) Die Zahl der gesetzlich krankenversicherten Menschen in Deutschland ist im Laufe des Jahres 2018 gestiegen. Im Juni 2018 zählte die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) laut Bundesgesundheitsministerium rund 72,9 Millionen Versicherte und fast 56,6 Millionen Mitglieder. 2017 waren es noch 72,2 beziehungsweise etwas mehr als 56 Millionen. Ein Grund ist der Zuzug junger Bürger aus der Europäischen Union. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Martin Litsch kommentierte den insbesondere für die AOK-Gemeinschaft erfreulichen Trend gegenüber dem Handelsblatt:

"Durch den Zuzug ist die GKV demografisch viel nachhaltiger aufgestellt als ohne. Insgesamt ist nicht nur die Zahl der krankenversicherten Menschen in Deutschland gestiegen, es konnte auch die Alterung des Versicherten-Pools gestoppt werden. Wir wachsen seit Jahren überdurchschnittlich stark, der Verjüngungseffekt ist bei uns noch auffälliger. Seit 2009 ist  bei den elf AOKs insgesamt gesehen das Durchschnittsalter der Versicherten von 45,4 auf 43,7 Jahre gesunken. Der Schnitt der gesetzlichen Krankenversicherung liegt momentan bei 44 Jahren. Die GKV ist damit heute 1,5 Jahre jünger als von der amtlichen Bevölkerungsprognose vorhergesagt. Vermutlich steigen auch deshalb die Ausgaben Jahr für Jahr nicht mehr so stark wie etwa vom Schätzerkreis prognostiziert.

Den Neuversicherten, die aus dem Ausland zu uns kommen, muss die GKV an vielen Stellen eine Brücke bauen, damit sie das deutsche Gesundheitswesen und das Versicherungssystem gut verstehen und sich zurechtfinden können. Das fängt zum Beispiel bei Informationen in der Landessprache der Herkunftsländer an. So bietet die AOK seit Jahren eine mehrsprachige Website an: www.healthinsurance-germany.com. Auch sprechen viele unserer Mitarbeiter Fremdsprachen, was die Kommunikation für die Zugezogenen erleichtert."