Änderungen im Bereich der Privaten Krankenversicherung (PKV)

Modifizierter Standardtarif und Basistarif

Private Krankenversicherer müssen ab 1. Januar 2009 einen Basistarif anbieten, der den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entspricht. Die Prämie richtet sich nach Alter und Geschlecht. Die Versicherer dürfen keinen Kunden ablehnen, der zur Aufnahme berechtigt ist. Es darf keine vom Krankheitsrisiko abhängigen Zuschläge oder Leistungsausschlüsse geben. Es gibt keine Altersbeschränkungen. Für Ärzte und Zahnärzte gilt eine Behandlungspflicht.

Bereits seit dem 1. Juli 2007 muss die PKV als Übergang zum Basistarif einen so genannten modifizierten Standardtarif für alle bisher nicht versicherten Rückkehrer anbieten. Dabei handelt es sich in erster Linie um Menschen, die ihren privaten Krankenversicherungsschutz verloren haben. Hinzu kommen diejenigen, die nie versichert waren und aufgrund ihres Berufsweges der PKV zuzuordnen sind (Selbständige).

Für Standard- und Basistarif gelten die gleichen Bedingungen. Wer ab dem 1. Juli 2007 im PKV-Standardtarif versichert ist, wechselt zum 1. Januar 2009 automatisch in den dann geltenden Basistarif.

Freiwillig gesetzlich Versicherte können ab 1. Januar 2009 innerhalb einer Frist von sechs Monaten in den Basistarif einer privaten Krankenversicherung wechseln. Voraussetzung: Ihr Verdienst lag drei Jahre lang über der Versicherungspflichtgrenze.

Die Beiträge zum Standard- und Basistarif dürfen nach dem 1. Juli 2007 höchstens so teuer sein wie der durchschnittliche Höchstbeitrag in der GKV (Stand Juli 2007: rund 500 Euro). Ist das für den Versicherten nachweislich zu teuer, wird der Beitrag halbiert. Kann sich ein Versicherter auch das nicht leisten, zahlt das Sozialamt einen Zuschuss.

Übersicht GKV-WSG