Rechengrößen in der Sozialversicherung 2014

Die Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen werden 2014 steigen. Das sieht die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2014 vor, die das Bundeskabinett am 16. Oktober 2013 beschlossen und der Bundesrats am 29. November gebilligt hat. Danach wird die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung zum 1. Januar 2014 von derzeit 3.937,50 Euro auf 4.050 Euro angehoben. Die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze, also die Einkommenshöhe, bis zu der ein Arbeitnehmer in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert ist, steigt von bisher 52.200 Euro Bruttojahreseinkommen auf künftig 53.550 Euro. Arbeitnehmer, deren Einkommen über dieser Versicherungspflichtgrenze liegt, haben die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

In der Renten- und  in der Arbeitslosenversicherung liegen die Beitragsbemessungsgrenzen 2014 in den alten Bundesländern bei jährlich 71.400 Euro (monatlich 5.950 Euro) Bruttoeinkommen und in den neuen Bundesländern bei jährlich  60.000 Euro (monatlich 5.000 Euro). Derzeit liegen die Grenzen bei monatlich 5.800 Euro und 4.900 Euro. Für die knappschaftliche Rentenversicherung gelten höhere Werte: 87.600 Euro jährlich (7.300 Euro monatlich) in den alten und 73.800 Euro jährlich (6.150 Euro monatlich) in den neuen Bundesländern. Die für viele Leistungen der Sozialversicherungen maßgebliche Bezugsgröße beträgt laut Verordnung ab 1. Januar 2014 in den alten Bundesländern jährlich 33.1880 Euro (monatlich 2.765 Euro) und in den neuen Bundesländern jährlich 28.140 Euro (monatlich 2.345 Euro).

Grundlage für die Veränderungen ist die Entwicklung der Arbeitseinkommen im Jahr 2012. Demnach stiegen die Löhne und Gehälter bundesweit um 2,8 Prozent, in den alten Bundesländern um 2,81 Prozent und in den neuen um 2,42 Prozent.

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