Selbsthilfe

Selbsthilfe für und von Menschen mit Migrationsgeschichte

Der hohe Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte darf bei der gesundheitlichen Versorgung und Vorsorge nicht in Vergessenheit geraten. Auch sie interessieren sich für ihre Gesundheitskompetenz und möchten diese weiterhin ausbauen. Sie können ebenfalls unter chronischen Erkrankungen leiden oder haben Angehörige, die krank sind und die Hilfe und Unterstützung von Selbsthilfegruppen brauchen.  Für sie müssen sich Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen öffnen. Daher ist es wichtig, Selbsthilfeorganisationen, dazu zu motivieren Selbsthilfegruppen  der gleichen Indikation in verschiedenen Sprachen anzubieten. Selbsthilfeorganisationen müssen sich entsprechend sensibilisieren und die Möglichkeit der kulturellen Unterschiede nutzen, um damit die Kommunikation untereinander zu fördern. Selbsthilfe könnte dadurch eine Vorreiterrolle in der Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in die Gesundheitsförderung übernehmen.

Vielen Menschen mit Migrationshintergrund ist der Begriff der Selbsthilfe unbekannt. Dieses Unwissen treibt zu Misstrauen und Desinteresse. Die AOK hat es sich zur Aufgabe gemacht, das zu ändern. Sie will dazu beitragen,  die Selbsthilfestrukturen entsprechend anzupassen, damit die Selbsthilfe offen ist für alle chronisch kranken Menschen. Mit und ohne Migrationshintergrund. Denn Krankheit macht keine Unterschiede. Daher macht die AOK - Die Gesundheitskasse auch keine.

In Deutschland hat die Selbsthilfearbeit mittlerweile eine über Jahrzehnte reichende Tradition. Besonders die Gesundheitliche Selbsthilfe ist heute ein wertvoller, unverzichtbarer Teil des Gesundheitswesens. ln Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, um sich als "Experten in eigener Sache" gegenseitig beim Umgang mit einer Erkrankung und deren Folgen zu unterstützen. Selbsthilfegruppen sind somit eine wichtige Ergänzung zu therapeutischen und anderen professionellen Angeboten des Gesundheits- und Sozialsystems. Menschen anderer Nationen kennen das so noch nicht. Die Idee, in einer Gesprächsgruppe Gleichbetroffener individuelle problem- und krankheitsbezogene Themen zu besprechen und sich darüber auszutauschen, klingt für sie meist befremdlich. Zudem sind viele von ihnen oft auch noch belastet durch Armut, soziale Isolation oder durch die Traumata der Flucht.

Darum will der AOK-Bundesverband Menschen mit Migrationsgeschichte auf die Angebote der Selbsthilfe aufmerksam machen und zukünftig gezielt solche Projekte fördern, die dieser Bevölkerungsgruppe zu Gute kommen. Darum will der AOK-Bundesverband auf die Selbsthilfe Menschen mit Migrationsgeschichte aufmerksam machen und zukünftig gezielt solche Projekte fördern, die dieser Bevölkerungsgruppe zu Gute kommen. Dazu diente auch die Selbsthilfefachtagung "Multikulti in der Selbsthilfe: AOK will Gesundheitskompetenz von Zuwanderern stärken", die der AOK-Bundesverabdn am 25. November 2016 in Berlin veranstaltet hat.
 

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