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Selbsthilfe

Selbsthilfe-Fachtagung 2018: "Digitalisierung (in) der Selbsthilfe"

Titelbild zur Selbsthilfetagung 2018

"Digitalisierung (in) der Selbsthilfe" lautet das Motto der
Selbsthilfe-Fachtagung 2018 des AOK-Bundesverbandes am 23. November 2018 von 9.30 bis 16 Uhr
im Gebäude des AOK-Bundesverbandes in Berlin.

Dabei geht es um unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung. Kann die Selbsthilfe von digitalen Angeboten profitieren? Geht künftig ohne Web und App auch in der Selbsthilfe nichts mehr? Wo sind die Chancen, wo liegen die Risiken? Diese und weitere Fragen werden vor Ort mit Wissenschaftlern, Selbsthilfe-Aktiven und weiteren Experten ausführlich diskutiert. 

Einladung und weitere Informationen zur Selbsthilfefachtagung 2018

In der Gruppe liegt die Kraft

Rund 3,5 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland in insgesamt etwa 100.000 gesundheits- und sozialorientierte Selbsthilfegruppen. Die gesundheitliche Selbsthilfe ergänzt die professionelle Gesundheitsversorgung. Aus der eigenen Betroffenheit heraus entwickeln chronisch kranke Menschen in Gruppen eine Kraft, die sich positiv auf ihre Lebensqualität auswirkt. Deshalb unterstützt die AOK die gesundheitsbezogene Selbsthilfe seit fast 30 Jahren. Und damit nicht erst, seit der Gesetzgeber 2008 die Krankenkassen auch gesetzlich dazu verpflichtet hat.

Mit Inkrafttreten des Präventionsgesetzes 2016 wurden die zur Verfügung zu stellenden Fördergelder für die Selbsthilfe um 65 Prozent erhöht. Im Jahr 2019 stellt die AOK rund 30 Millionen Euro und die GKV 82 Millionen Euro für die Unterstützung der Selbsthilfe zur Verfügung. Für die Förderung der Selbsthilfe auf der Bundesebene heißt das, dass aus dem AOK-System rd. 3 Millionen Euro für die kassenübergreifende Gemeinschaftsförderung und 1,5 Millionen Euro für die kassenindividuelle bundesweite Projektförderung von Bundesverbänden der Selbsthilfe und Dachverbänden bereitgestellt wurden. Damit gehen 2019 pro Versicherte 1,13 Euro an die Bundes- und Landesverbände der Selbsthilfe beziehungsweise an Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen.

Im Zentrum der Selbsthilfe-Förderung des AOK-Bundesverbandes steht die Unterstützung der Familie. Gefördert werden darum vor allem Projekte, die die Unterstützung der Betroffenen und ihrer Familienmitglieder sowie von Bezugspersonen im Fokus haben. Aber auch Projekte, die sich um die Verbesserung und Gestaltung des internetgestützten Zugangs Betroffener zur Selbsthilfe bemühen oder die helfen, die Vernetzung von Selbsthilfe und Ärzten und anderen Playern im Gesundheitswesen zu optimieren, werden vom AOK-Bundesverband bevorzugt finanziell unterstützt. Gleiches gilt für Projekte, die sich um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund oder aus sozialschwächeren Schichten bemühen. Immer mehr in den Fokus der Förderung rückt die Förderung von Projekten zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz von chronisch kranken und behinderten Menschen sowie ab 2019 der Nutzen der Digitalisierung für die Selbsthilfe und die Betroffenen. 

Anträge für 2019 können bis zum 31. Dezember 2018 gestellt werden.

Rückschau: Selbsthilfe-Förderung im Jahr 2018

2018 stellte die AOK für die Unterstützung der Selbsthilfe rund 28,6 Millionen Euro und die GKV 79,5 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Förderung der Selbsthilfe auf der Bundesebene heißt das, dass aus dem AOK-System 2,86 Millionen Euro für die kassenübergreifende Gemeinschaftsförderung und 1,42 Millionen Euro für die kassenindividuelle bundesweite Projektförderung von Bundesverbänden der Selbsthilfe und Dachverbänden bereitgestellt wurden. Damit gingen 2018 pro Versicherte 1,10 Euro an die Bundes- und Landesverbände der Selbsthilfe beziehungsweise an Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfegruppen.

Dialog mit den Betroffenen

Um den Dialog mit den Organisationen der Selbsthilfe und einzelnen Beteiligten weiter zu intensivieren, hat die Abteilung Prävention des AOK-Bundesverbandes den Selbsthilfe-Newsletter "inKontakt" entwickelt. Viermal im Jahr - Anfang März, Juni, September und Dezember - informiert "inKontakt" über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Entwicklungen und das Engagement der AOK für die Selbsthilfe. Der Newsletter besteht aus einem Bundesteil und mehreren Regional-Teilen mit Berichten aus den einzelnen AOKs.

Jährlich im Herbst organisiert der BV seit über zehn Jahren die Selbsthilfetagung mit Vertretern der Bundesorganisationen der Selbsthilfe, Mitarbeitern von Landesverbänden und Selbsthilfekontaktstellen und Vertretern von anderen gesundheitspolitischen Institutionen, um aktuelle gesundheits- und gesellschaftspolitische Themen in der Selbsthilfe zu diskutieren und den Austausch untereinander zu fördern.


Politisches Stichwort des AOK-Radioservice

Unterstützung vor Ort

Die AOKs vor Ort helfen aber nicht nur finanziell. Vielfach unterstützen einzelne Geschäftsstellen die Selbsthilfegruppen auch personell. Oder sie stellen Räume zur Verfügung und übernehmen Kopierarbeiten, Plakatdruck oder Postversand. AOK-Selbsthilfebeauftragte und Mitarbeiter der Präventionsabteilungen pflegen langjährige Kontakte mit der Selbsthilfe. Sie kennen die Bedürfnisse der Gruppen aus persönlichen Gesprächen. Sie sorgen für die Unterstützung, die bei konkreten Aktivitäten und Projekten benötigt wird. Nicht zuletzt informiert die AOK die Selbsthilfe-Zusammenschlüsse über die Möglichkeiten der finanziellen Förderung, damit sie den gesetzlich festgesetzten Betrag in vollem Umfang ausschöpfen.

Weitere Infos im Versicherten-Portal der AOK