91 Prozent ...

Zahl des Monats

Foto: Junge Frau beim Homeoffice am Küchentisch

13.11.20 (ams). ... der Büroangestellten haben während der Corona-Pandemie mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Homeoffice oder mobil gearbeitet. Das hat eine Befragung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung unter rund 500 Unternehmen im Mai dieses Jahres ergeben. Mehr als Zweidrittel der Mitarbeiter hätten demnach ihre Arbeit komplett nach Hause verlegt, 21 Prozent zumindest zur Hälfte.

Vor der Corona-Pandemie hätten lediglich 17 Prozent der Betriebe für die meisten ihrer Beschäftigten Homeoffice angeboten. Bei knapp 54 Prozent der Befragten habe es vor der Corona-Krise keine oder nur wenige Mitarbeitende gegeben, die von zuhause aus gearbeitet hätten. Zudem sei das Homeoffice oftmals auf einen Tag pro Woche oder weniger beschränkt gewesen.

Knapp jeder zehnte Befragte hätte sich über mangelnde Kontrollmöglichkeiten zuhause und eine damit einhergehende ungleiche Arbeitsverteilung beklagt. Ebenfalls rund zehn Prozent hätten von einer unzureichenden Ausstattung in den eigenen vier Wänden und damit verbundenen physischen Schmerzen berichtet. Weitere Punkte, die laut Erhebung in einer hybriden und flexiblen Arbeitswelt berücksichtigt werden müssten, seien beispielsweise die Entgrenzung von Berufsleben und Privatleben, Kompetenzen für die Mediennutzung und Mitarbeiterführung auf Distanz.

Laut einer Befragung für den Fehlzeiten-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) unter etwa 2.000 Beschäftigten arbeiteten schon im Herbst 2019 rund 40 Prozent regelmäßig außerhalb ihres Unternehmens. „Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen. Wer viel im Homeoffice arbeitet, leidet häufiger unter solchen Problemen als andere Beschäftigte. Dennoch haben flexible Arbeitsbedingungen viele Vorteile“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Wichtig sei, die Arbeitsbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten.


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