Corona-Lockdown: Weniger Notfallbehandlungen in Kliniken

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17.12.20 (ams). Vom 16. März bis 5. April 2020 ging die Zahl von Patienten mit leichten oder unspezifischen Symptomen bei Herzinfarkt und Schlaganfall zurück. Wegen einer transitorisch ischämischen Attacke (TIA) mit Schlaganfall-Symptomen für höchstens 24 Stunden wurden 35 Prozent weniger Patienten behandelt als 2019, durch Hirninfarkt oder Hirnblutung ausgelöste Schlaganfälle 15 Prozent weniger. Die Behandlungen schwerer Herzinfarkte mit komplettem Verschluss eines großen Herzkranzgefäßes und charakteristischen EKG-Veränderungen (STEMI) sank um 24 Prozent. Bei der leichteren Variante ohne kompletten Gefäßverschluss, NSTEMI, waren es 29 Prozent. „Die Angst vor einer Covid-19-Infektion könnte gerade Patienten mit leichteren Beschwerden davon abgehalten haben, sich ins Krankenhaus zu begeben“, vermutet WIdO-Geschäftsführer Jürgen Klauber.


Zum ams-Politik 12/20


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