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Steiler Umsatzanstieg bei konstanter Verordnungsmenge

ams-Grafik: GKV-Arzneimittlmarkt 2009–2020

17.12.21 (ams). Der Arzneimittelumsatz in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren immer stärker angestiegen – 2020 gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent – und erreichte mit 49,2 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. 2009 lag der Umsatz noch bei 28,5 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum blieb hingegen der Anteil der Verordnungen mit Werten zwischen 0,63 Milliarden und 0,7 Milliarden Verordnungen nahezu konstant. Vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Milliarden-Defizits 2021 in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fordert die AOK zur nachhaltigen Finanzierung beispielsweise die Anhebung des Herstellerrabatts für patentgeschützte Arzneimittel. Die Ampel-Koalition müsse schnellstmöglich eine nachhaltige Finanzierungslösung für die GKV schaffen, kommentierte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, die vorläufigen GKV-Finanzergebnisse (KV 45) für die ersten drei Quartale 2021. Die Krankenkassen verzeichneten eine Minus von insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 2,7 Milliarden Euro auf die AOKs.


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