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Mit 4,4 Prozent ...

Zahl des Monats

Foto: Ein Mann und zwei Frauen im Wartezimmer

07.10.20 (ams). ... jeweils im Mai und im August war der Krankenstand der bei der AOK versicherten Beschäftigten in den ersten Pandemie-Monaten am niedrigsten. Das zeigen aktuelle Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für die Monate Mai bis August 2020. Im Juni waren es 4,5 Prozent, im Juli 4,8 Prozent. Alle vier Monate liegen deutlich unter den Vorjahreswerten von 4,7 Prozent im August 2019 bis 5,2 Prozent im Mai 2019.

Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch macht für diese Entwicklung unterschiedliche Gründe geltend. „Zum einen dürften viele Beschäftigte Arztpraxen aus Angst vor Ansteckung meiden. Dieses Phänomen kennen wir schon von unseren Analysen zu den rückläufigen Fallzahlen im Krankenhaus", bilanziert Litsch. Hier habe sich jedoch zuletzt eine Normalisierung abgezeichnet. "Zum anderen ist es wahrscheinlich, dass die Pandemie das Infektionsrisiko insgesamt eher absenkt, weil die Mobilität abnimmt, vermehrt in Homeoffice gearbeitet wird und damit das Ansteckungsrisiko sinkt", ergänzt der Verbandschef.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiteten vor allem bei einer leichten Erkrankung wie einer Erkältung eher im Homeoffice und verzichten dann auf eine Krankschreibung. So seien akute Infektionen der oberen Atemwege seit Mai 2020 im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich geringer ausgefallen seien. "Offensichtlich wurde die Empfehlung ernst genommen, auch bei leichten Erkältungssymptomen das Büro zu meiden", resümiert Litsch. Schon vor Corona habe sich bei Befragungen für den „Fehlzeiten-Report 2019“ gezeigt, dass Beschäftigte im Homeoffice generell weniger Fehltage aufweisen.


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