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Ärztliche Versorgung

Zahlen, Daten, Fakten

Foto Arzt und Patient im Gespräch

Nach Angaben der Bundesärztekammer (BÄK) waren zum Jahresende 2019 insgesamt 402.119 Ärzte berufstätig, 9.717 oder knapp 2,5 Prozent mehr als Ende 2018. Auf einen berufstätigen Arzt kamen 2019 somit etwa 207 Einwohner; 1990 waren es noch 335 Einwohner pro Mediziner. Im ambulanten Bereich gab es 2019 insgesamt 159.846 Ärzte - 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zugleich ist aber die Zahl der niedergelassenen Ärzte von 117.472 um einen Prozent auf 116.330 gesunken. Der Großteil der Mediziner (207.000) ist im Klinikbereich beschäftigt. Damit ist mehr als die Hälfte der berufstätigen Ärzte in einem Krankenhaus beschäftigt.

An der vertragsärztlichen Versorgung waren Ende 2019 laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) 177.826 Ärzte und psychologische Psychotherapeuten beteiligt. Diese Zahl setzt sich zusammen aus:

  • 127.636 Vertragsärzten und -psychotherapeuten,
  • 19.544 in Praxen angestellten Ärzten und Psychotherapeuten,
  • 19.933 angestellten Medizinern in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) oder weiteren Einrichtungen,
  • 9.362 sogenannten „ermächtigten Ärzten“, die beispielsweise in der Klinik arbeiten und aufgrund eines besonderen Versorgungsbedarfs eine Sondererlaubnis zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung haben,
  • und 1.351 Partnerärzten und -psychotherapeuten. Solche Ärzte sind in einem überversorgten und somit für Neuzulassungen gesperrten Gebiet tätig. Sie haben als Partner eines bereits zugelassenen Kollegen in einer Berufsausübungsgemeinschaft (ehemals Gemeinschaftspraxis) eine Sonderzulassung.

Grundsätzlich ist die Ärzteschaft zwar auch von der demografischen Entwicklung wie alle anderen Berufsgruppen betroffen. Seitdem der Anteil der unter 35-jährigen Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2005 mit 15,4 Prozent seinen Tiefpunkt erreicht hatte, ist er seit Ende 2018 auf dem Stand von 18,9 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es damit keine Änderung. 

Der Anteil der berufstätigen Ärztinnen steigt weiter: Zum Jahresende 2018 zählte die BÄK 191.600 Ärztinnen. Das entspricht einem Anteil von 47,6 Prozent.

Die Zahl der berufstätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte ist 2019 um 3.800 auf 58.168 gestiegen. Die größte Zahl ausländischer Ärzte kommt aus Rumänien (4.433) und Syrien (4.468), gefolgt von Griechenland (2.811) und Österreich (2.381).

1999 gab es noch 59.290 Hausärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnahmen. Deren Zahl sank bis 2007 auf unter 54.300 und stagniert seitdem. 2019 verzeichnete die KBV nun 55.073 Hausärzte, 56 mehr als ein Jahr zuvor.

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