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#wenigerZucker

süß war gestern - 2. Deutscher Zuckerreduktionsgipfel am 17. Oktober 2018

Logo: 2. Deutscher Zuckerreduktionsgipfel

Der individuelle Zuckerkonsum in Deutschland liegt deutlich über der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation - mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit. Gesunde Rahmenbedingungen und eine gute Ernährungskompetenz sind notwendig, um den Zuckerverbrauch der Bevölkerung zu reduzieren.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2017 hatte der AOK-Bundesverband am 17. Oktober 2018 zum 2. Deutschen Zuckerreduktionsgipfel eingeladen, um gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitsverbänden, Lebensmittelindustrie und -handel über die nächsten Schritte einer gesamtgesellschaftlichen Strategie zur Zuckerreduktion in Deutschland zu diskutieren. Unter den Teilnehmern unter anderem: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner und der renommierte US-amerikanische Wissenschaftler und Arzt Robert H. Lustig.

Zuckerreduktionsgipfel aktuell

"Kinder werden zu früh vom Zucker abhängig gemacht. Das schadet dem Organismus ein Leben lang."

Prof. Dr. Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, im Interview mit dem AOK-Mediendienst.

Dr. Robert H. Lustig, University of California, San Francisco, und der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, standen dem AOK-Mediendienst ebenso Rede und Antwort (siehe unten).

Zum Auftakt der Veranstaltung hat der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, gemeinsam mit dem SPD-Gesundheitsexperten Prof. Karl Lauterbach in der Nähe des Veranstaltungsortes beim SonyCenter am Potsdamer Platz den ersten transparenten Supermarkt eröffnet. Dort stellte die AOK mit echtem Zucker anschaulich dar, wie viel Süßstoff tatsächlich in beliebten und gängigen Lebensmitteln steckt.

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Zuckerreduktionsgipfel aktuell

"Ein geringeres Angebot führt zu weniger Konsum und das wiederum führt zu weniger Gesundheitsproblemen."

Dr. Robert H. Lustig, University of California, San Francisco, im Interview mit dem AOK-Mediendienst. Bereits am Vormittag hatte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, dem AOK-Mediendienst Rede und Antwort gestanden (siehe weiter unten).

AOK-Vorstand Litsch begrüßte die  Zusammenarbeit zwischen Bundesernährungsministerium und Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches zur Absenkung des Zucker-, Salz- und Fettgehalts in Lebensmitteln. Es sei "erfreulich, dass Bewegung ins Thema kommt". Das sei ein erster Schritt, kappe aber "leider nur die Spitze des Zuckerbergs. Wir setzen darauf, dass weitere Akteure Verantwortung übernehmen und sich der von der Politik geplanten nationalen Reduktionsstrategie anschließen. Dazu gehört eine Einigung auf kurzfristig nachvollziehbare und messbare Reduktionsziele", so Litsch.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner nannte als Ziel, "die gesunde Wahl von Lebensmitteln zur leichten Wahl zu machen. Diesem Ziel sind wir ein ganzes Stück näher gekommen, indem es gelungen ist, mit der Wirtschaft eine Vereinbarung zu erzielen, nach der weniger Zucker, Fette und Salz in Fertignahrungsmitteln verwendet werden. Außerdem werde ich künftig Zucker und süßende Zutaten in Säuglings-und Kindertees verbieten."

Zuckerreduktionsgipfel aktuell

 "Der Erfolg hängt auch entscheidend davon ab, wie ernst die Lebensmittelindustrie ihre jetzt geschlossene Vereinbarung nimmt."

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, im Interview mit dem AOK-Mediendienst.