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Weniger ist mehr - 3. Deutscher Zuckerreduktionsgipfel

Weniger ist mehr - das gilt vor allem, wenn es um Zucker, Fette und Salz in der Ernährung geht. Wie man nachhaltig eine gesunde Ernährung fördern kann - darüber diskutieren Vertreter aus Politik und Wissenschaft sowie des AOK-Bundesverbandes beim 3. Deutschen Zuckerreduktionsgipfel am 27. Oktober 2020 ab 12 Uhr im Livestream.

Logo Einladung 3. Zuckerreduktionsgipfel

Vor gut drei Jahren hat die AOK erstmals Strategien zur Zuckerreduktion gefordert. Seitdem hat das Thema an Fahrt gewonnen, und die Politik hat mit der Umsetzung einer Nationalen Reduktionsstrategie für Zucker, Fette und Salz die entsprechenden Weichen gestellt. Auch die endlich beschlossene Einführung des NutriScore ist dafür ein wichtiger Meilenstein. Offen bleibt jedoch, inwieweit die überwiegend freiwilligen Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielen werden.

Im Rahmen des 3. Deutschen Zuckerreduktionsgipfels möchte der AOK-Bundesverband gemeinsam mit Experten und Vertretern aus Politik und Wissenschaft eine Zwischenbilanz ziehen und über notwendige weitere Schritte diskutieren. 

Dienstag, 27. Oktober 2020

12 Uhr

  • Begrüßung und Einführung
    Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes
  • Videostatement
    Hans-Joachim Fuchtel, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Ergebnisse des ersten Folgemonitorings der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten
    Prof. Dr. Pablo Steinberg, Präsident des Max-Rubner-Instituts
  • Möglichkeiten und Grenzen einer Zuckersteuer auf Softdrinks
    Prof. Dr. Harald Jatzke, Vorsitzender Richter am Bundesfinanzhof

13 – 14 Uhr     

  • Diskussion: Ernährungspolitik in Deutschland auf dem Prüfstand
    Gitta Connemann, MdB, stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
    Renate Künast, MdB, Sprecherin für Ernährungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Der Link zum 3. Deutschen Zuckerreduktionsgipfel Digital wird zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn freigeschaltet. Zusätzlich wird die Veranstaltung bei YouTube und Twitter gestreamt.

Während der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, digital Fragen zu stellen. Bitte registrieren Sie sich unter https://event.bv.aok.de.


99 Prozent der Kindercerealien enthalten zu viel Zucker

So gut wie alle Frühstückscerealien für Kinder erhalten mehr Zucker als von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des AOK-Bundesverbandes. Notwendig seien jetzt "wirksamere und vor allem verpflichtende Reduktionsziele, die nicht erst in fünf Jahren umgesetzt sind", fordert der Präventionsexperte im AOK-Bundesverband, Dr. Kai Kolpatzik, bei der Präsentation der Studienergebnisse am Mittwoch (1. April). Es gehe darum, "die jüngere Generation vor Adipositas und anderen ernährungsbedingten Krankheiten zu schützen", so Dr. Sigrid Peter, Vizepräsidentin des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendärzte.

Materialien zur Studie

süß war gestern - 2. Deutscher Zuckerreduktionsgipfel am 17. Oktober 2018

Der individuelle Zuckerkonsum in Deutschland liegt deutlich über der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation - mit weitreichenden Folgen für die Gesundheit. Gesunde Rahmenbedingungen und eine gute Ernährungskompetenz sind notwendig, um den Zuckerverbrauch der Bevölkerung zu reduzieren.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2017 hatte der AOK-Bundesverband am 17. Oktober 2018 zum 2. Deutschen Zuckerreduktionsgipfel eingeladen, um gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitsverbänden, Lebensmittelindustrie und -handel über die nächsten Schritte einer gesamtgesellschaftlichen Strategie zur Zuckerreduktion in Deutschland zu diskutieren. Unter den Teilnehmern unter anderem: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner und der renommierte US-amerikanische Wissenschaftler und Arzt Robert H. Lustig.

Zuckerreduktionsgipfel aktuell

"Kinder werden zu früh vom Zucker abhängig gemacht. Das schadet dem Organismus ein Leben lang."

Prof. Dr. Karl Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, im Interview mit dem AOK-Mediendienst.

Dr. Robert H. Lustig, University of California, San Francisco, und der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, standen dem AOK-Mediendienst ebenso Rede und Antwort (siehe unten).

Zum Auftakt der Veranstaltung hat der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, gemeinsam mit dem SPD-Gesundheitsexperten Prof. Karl Lauterbach in der Nähe des Veranstaltungsortes beim SonyCenter am Potsdamer Platz den ersten transparenten Supermarkt eröffnet. Dort stellte die AOK mit echtem Zucker anschaulich dar, wie viel Süßstoff tatsächlich in beliebten und gängigen Lebensmitteln steckt.

Vorträge zum Download

Zuckerreduktionsgipfel aktuell

"Ein geringeres Angebot führt zu weniger Konsum und das wiederum führt zu weniger Gesundheitsproblemen."

Dr. Robert H. Lustig, University of California, San Francisco, im Interview mit dem AOK-Mediendienst. Bereits am Vormittag hatte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, dem AOK-Mediendienst Rede und Antwort gestanden (siehe weiter unten).

AOK-Vorstand Litsch begrüßte die  Zusammenarbeit zwischen Bundesernährungsministerium und Wirtschaftsverbänden des Runden Tisches zur Absenkung des Zucker-, Salz- und Fettgehalts in Lebensmitteln. Es sei "erfreulich, dass Bewegung ins Thema kommt". Das sei ein erster Schritt, kappe aber "leider nur die Spitze des Zuckerbergs. Wir setzen darauf, dass weitere Akteure Verantwortung übernehmen und sich der von der Politik geplanten nationalen Reduktionsstrategie anschließen. Dazu gehört eine Einigung auf kurzfristig nachvollziehbare und messbare Reduktionsziele", so Litsch.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner nannte als Ziel, "die gesunde Wahl von Lebensmitteln zur leichten Wahl zu machen. Diesem Ziel sind wir ein ganzes Stück näher gekommen, indem es gelungen ist, mit der Wirtschaft eine Vereinbarung zu erzielen, nach der weniger Zucker, Fette und Salz in Fertignahrungsmitteln verwendet werden. Außerdem werde ich künftig Zucker und süßende Zutaten in Säuglings-und Kindertees verbieten."

Zuckerreduktionsgipfel aktuell

 "Der Erfolg hängt auch entscheidend davon ab, wie ernst die Lebensmittelindustrie ihre jetzt geschlossene Vereinbarung nimmt."

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, im Interview mit dem AOK-Mediendienst.