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TIGER - Transsektorales Interventionsprogramm zur Verbesserung der geriatrischen Versorgung in Regensburg

AOK Bayern

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Wer sind die Partner/Initiatoren des Projekts?

Initiator: Prof. Dr. Cornel Sieber, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Institut für Biomedizin des Alterns (IBA)
Partner: Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg, Universität Bielefeld, Regensburger Ärztenetz (RAEN), Bundesverband Geriatrie sowie AOK Bayern

Welchem Problem in der Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen widmet sich das Projekt?

Immer dann, wenn die Begleitung eines Patienten oder einer Patientin sehr eng und dauerhaft erfolgen muss, steht die Versorgung in ländlich geprägten Regionen vor zusätzlichen Herausforderungen. Das gilt besonders bei älteren Patienten.

Welchen Lösungsansatz verfolgt das Projekt?

Die strukturierte, kontinuierliche Begleitung geriatrischer Patienten und ihrer Angehörigen durch speziell geschulte Mitarbeiter des Krankenhauses (Pfadfinder) bereits während und insbesondere nach einem stationären Aufenthalt zielt darauf ab, den besonders komplexen Anforderungen geriatrischer Patienten besser gerecht zu werden. Das Entlassmanagement, also die Organisation des Übergnangs aus der Klinik in die ambulante Versorgung, steht im Zentrum. Die Betreuung erfolgt bereits während und insbesondere nach einem stationären Aufenthalt für die Dauer von zwölf Monaten. Die zentrale Steuerung durch das beteiligte Krankenhaus und Ärztenetz verbessert die Versorgung geriatrischer Patienten an der Schnittstelle stationär-ambulant. Ziel ist die Reduzierung der Wiedereinweisungsraten. Ein interdisziplinäres Betreuungskonzept optimiert die Prozesse zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen und Berufsgruppen.

Was haben die Versicherten davon?

Ein gutes Entlassmanagement trägt dazu bei, die Compliance, also die Therapietreue des Patienten, zu erhöhen, zum Beispiel die Förderung der Inanspruchnahme einer adäquaten Wundversorgung oder der aktiven Teilnahme an Rehabilitationsmaßnahmen. Auch der Ernährungsstatus des Patienten kann sich verbessern. Die Unterstützung der Kommunikation zwischen den Patienten und ihren Angehörigen sowie zwischen den Patienten, den behandelnden Ärzten und den sonstigen Leistungserbringern hilft Ängste zu reduzieren sowie Depressionen, Hilf- und Hoffnungslosigkeit zu vermeiden.

Was ist die Aufgabe der AOK in dem Projekt?

Konsortialpartner, Vertragserstellung, Lieferung von Routinedaten zur Evaluation, Information und Beratung der Versicherten

Wo wird das Projekt aktuell umgesetzt?

Oberpfalz

Wie viele Beteiligte (Versicherte/Ärzte/Fachkräfte …) gibt es aktuell? Wie viele könnten in der Zukunft erreicht/eingebunden werden?

circa 250 Versicherte, circa 20 niedergelassene Ärzte und ein Krankenhaus

Seit wann, und gegebenenfalls, bis wann läuft das Projekt?

Seit 09/2017 bis 02/2021


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