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Digitale Prävention: AOK nutzt Potenzial

Foto: Präventionsangebote der AOK im Internet

(04.08.15)  Rund 267 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2013 in den Bereich Prävention investiert. Mit 4,61 Euro je Versicherten nahm die AOK wie auch in den vergangenen Jahren die Spitzenposition unter allen gesetzlichen Krankenkassen ein. Das geht aus dem neuen AOK-Präventionsbericht hervor, der heute veröffentlicht wurde. GKV-weit lagen die Ausgaben mit 3,82 Euro fast 27 Prozent über dem gesetzlichen Orientierungswert von 3,01 Euro. Ab 2016 erhöht sich dieser auf sieben Euro, das sieht das kürzlich beschlossene Präventionsgesetz vor.

Mit dem Einzug der digitalen Medien haben sich auch für die Krankenkassen neue Handlungsfelder in der Prävention ergeben. "Gesundheits-Assistenten auf den Smartphones sind sehr beliebt", sagt Kai Kolpatzik, Abteilungsleiter Prävention im AOK-Bundesverband. "Sie können helfen, dass Menschen gesünder leben und kompetenter auf diesem Feld werden. Deshalb hat die AOK mittlerweile fast 30 verschiedene Apps im Portfolio, die die Bedürfnisse von unterschiedlichen Zielgruppen passgenau bedienen. Bei der digitalen Prävention macht uns so leicht keiner was vor, da sind wir ganz klar der Vorreiter."

Aber der Markt ist mit über drei Millionen App-Angeboten in den beiden führenden Stores für Verbraucher recht unübersichtlich. "In diesem Dschungel der Apps braucht es Orientierungshilfen“, so Kolpatzik. Deshalb plant die AOK einen speziellen App-Navigator in Sachen Gesundheit, der helfen soll, qualitätsgeprüfte Angebote zu finden, die auch den Datenschutz berücksichtigen. Welche Themen interessieren? Mit rund 300.000 Downloads seit der Markteinführung gehört die Rezeptdatenbank "Gesund genießen" laut AOK-Präventionsbericht zu den beliebtesten Applikationen ihrer Kategorie. Aber auch der digitale Assistent "AOK-Schwanger" stößt mit insgesamt 150.000 Downloads auf großes Interesse bei werdenden Müttern. Damit nutzt jede neunte Schwangere die AOK-App. Übrigens: Die Gesundheitskasse entwickelt nicht nur eigene Angebote, sondern fördert mit dem Digitalen Präventionspreis "AOK-Leonardo" seit 2012 auch innovative Ideen. Die neue Ausschreibung soll bis Ende September erfolgen.

(Pressemitteilung des AOK-Bundesverbandes vom 04.08.15)