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20.04.17 (ams). Über 51 Millionen Versicherte bestimmen bei der Sozialwahl darüber, wer bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Saarland und in der gesetzlichen Krankenversicherung in den jeweiligen Gremien sitzt. Nach der Bundestagswahl und Europawahl ist die Sozialwahl damit die drittgrößte Wahl in Deutschland.

Die Sozialwahl gibt es seit 1953 und wird im Jahr 2017 bereits zum zwölften Mal abgehalten. Bei den elf vorangegangenen Wahlen schwankte die Wahlbeteiligung zwischen 20,5 Prozent (1968) und 43,9 Prozent (1986)

Die Stimmabgabe ist ausschließlich per Post möglich. Die über 100.000 Briefkästen der Post sowie der vielen DHL-Stationen werden somit zu Wahlurnen. Versicherte erhalten die Wahlunterlagen mit einem roten Brief nach Hause zugestellt.

Bei einer Briefwahl entstehen hauptsächlich Portokosten, Kosten für die Produktion der Wahlunterlagen und für Informationsmaterial. Bei der letzten Sozialwahl 2011 lagen die Kosten laut Bundessozialministerium bei 46 Millionen Euro.

Vergeben wurden 4.215 Mandate in Verwaltungsräten und Vertreterversammlungen und 741 ehrenamtlichen Vorstandsmandate vergeben.

Die rechtlichen Einzelheiten zu den Sozialwahlen regeln die Paragrafen 43 bis 66 des Vierten Sozialgesetzbuches (SGB IV).


Zum ams-Thema 01/17