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ams-Thema 04/16: Die neue Pflegebedürftigkeit

ams-Grafik: Struktur der Sozialen Pflegeversicherung

Von den mehr als 82 Millionen Menschen in Deutschland sind etwa 2,84 Millionen pflegebedürftig. Für sie und ihre Angehörigen bringt die Einführung des neuen Begriffes von Pflegebedürftigkeit Veränderungen und - so die einhellige Expertenmeinung - zahlreiche Verbesserungen. Die Ungleichbehandlung von Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und Pflegebedürftiger mit kognitiven und psychischen Einschränkungen andererseits, insbesondere Demenzkranken, ist Vergangenheit. Pflegebedürftigkeit wird künftig differenzierter bewertet. Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade.

Die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten eines Menschen sind künftig ebenso entscheidend wie seine Mobilität. Wie findet sich jemand in seinem Alltag zurecht? Kann er für sich selbst Entscheidungen treffen? Benötigt er Hilfe aufgrund psychischer Probleme? Wie selbstständig kann sich jemand im Alltag versorgen? All das sind Gesichtspunkte, die das neue Instrumentarium zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit berücksichtigt.

Sicher ist: Jeder, der Ende 2016 Leistungen der Pflegeversicherung bezieht, bekommt diese auch ab 2017 mindestens in gleicher Höhe. Großzügige Bestandsschutzregelungen sorgen dafür, dass kein Pflegeleistungsempfänger schlechter gestellt wird. Über das, was sich ändert, berichtet der AOK-Medienservice (ams) in dieser Themenausgabe.