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Schub für grenzüberschreitende Digitalisierung

EU-Ticker

Foto: Arzt mit Tablet

09.05.18 (ams). Die EU-Kommission hat Ende April Vorschläge für eine bessere Zusammenarbeit bei der Digitalisierung des Gesundheitssektors veröffentlicht. Vorhandene Plattformen sollen stärker koordiniert und die finanzielle Förderung entsprechender Projekte ausgeweitet werden. Dabei geht es unter anderem um den grenzübergreifenden Zugriff auf elektronische Patientenakten und eine freiwillige Koordinierung von Daten zur Verhütung und Erforschung von Krankheiten. „Es ist richtig, bei der digitalen Vernetzung über den nationalen Tellerrand hinaus zu denken und bereits jetzt europäische Standards einzuplanen“, betont der Vertreter der AOK in Brüssel, Jan van Lente. Ganz konkret funktioniert die Kooperation bereits beim Aufbau eines elektronischen Datenaustausches zwischen den Sozialversicherungsträgern innerhalb der EU. Bis Ende Juni 2019 soll allen Mitgliedsländern eine gemeinsame IT-Plattform zur Verfügung stehen.

Weiter Kritik an der Bewertung von Gesundheitstechnologie

09.05.18 (ams). Nach dem Deutschen Bundestag hat sich auch der Bundesrat gegen den Vorschlag der EU-Kommission für eine verbindliche Zusammenarbeit bei der Bewertung von Gesundheitstechnologien (Health-Technology-Assessment – HTA) auf EU-Ebene ausgesprochen. Trotz des Widerstandes auch in anderen Ländern ist der Verordnungsvorschlag noch nicht vom Tisch. „Es hat sich kein Drittel der nationalen Parlamente rechtzeitig gegen den Kommissionsvorschlag ausgesprochen“, erläutert AOK-Europaexperte Jan van Lente. „Allerdings gab es in der Ratsarbeitsgruppe Mitte April eine qualifizierte Mehrheit gegen den Text in der aktuellen Form.“ Die „Europäische Plattform der Sozialversicherungsträger“ (ESIP), der auch der AOK-Bundesverband angehört, hat dem Europaparlament, dem Rat und der EU-Kommission Anfang Mai eine kritische Stellungnahme zum HTA-Vorschlag übermittelt.

"Geld für die Krebsforschung bis 2024 verdoppeln"

09.05.18 (ams). In 20 Jahren soll kein EU-Bürger mehr an Krebs sterben. Dieses ambitionierte Ziel verfolgt die Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) im Europaparlament, zu der auch die Abgeordneten von CDU und CSU gehören. In einem Strategiepapier mit zwölf Punkten wird unter anderem gefordert, dass die EU bis 2024 ihre Ausgaben für die Krebsforschung verdoppeln soll: von derzeit 200 auf 400 Millionen Euro. Das Forschungsbudget für den Kampf gegen Krebs bei Kindern soll gar verzehnfacht werden. Außerdem sollen Patienten leichter als bisher Zugang zu Krebsspezialisten im EU-Ausland bekommen. Die EU-Kommission soll dafür sorgen, dass die Krebsregister der einzelnen Länder so schnell wie möglich Daten austauschen können.

Für sensiblen Umgang mit Gefahrstoffen

09.05.18 (ams). Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hat Ende April ihre Kampagne „Gefährliche Stoffe und gesunde Arbeitsplätze“ auf den Weg gebracht. Sie läuft bis Ende 2019 und soll das Bewusstsein für einen sicheren Umgang mit gefährlichen Stoffen am Arbeitsplatz wecken.


Zum ams-Politik 05/18