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Deutschland Hauptzielland für Gesundheitsfachkräfte aus der EU

EU-Ticker

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12.04.18 (ams). Die EU-Kommission hat einen Bericht über die Zahl der Menschen veröffentlicht, die nicht in ihrem Heimatland arbeiten. Danach gab es im Jahr 2016 insgesamt rund 11,8 Millionen „mobile EU-Bürger“ im erwerbsfähigen Alter. Davon waren sieben Prozent Fachkräfte aus Gesundheitsberufen. Von diesen arbeiteten die meisten in Deutschland und im Vereinigten Königreich – gefolgt von Italien, Österreich, Frankreich und Spanien. Für Pflegekräfte ist laut Bericht Italien das Hauptzielland. Die Mehrheit der mobilen Gesundheitsfachkräfte sind Frauen. Sie arbeiten überwiegend in gering qualifizierten Berufen.

Gesundheitstechnologie: Bundestag rügt Kommissionsvorschlag

12.04.18 (ams) Der Deutsche Bundestag lehnt den Vorstoß der EU-Kommission für eine einheitliche und verbindliche Bewertung von Gesundheitstechnologien auf Europaebene ab. Die Abgeordneten stimmten am 22. März einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen zu. Darin wird der Kommission eine sogenannte Subsidiaritätsrüge erteilt, weil die geplante Verordnung zum Health-Technology-Assessment (HTA) in die rechtlich geschützte Zuständigkeit der Mitgliedstaaten für die Organisation des Gesundheitswesens und der medizinischen Versorgung eingreife. Bei einer Umsetzung werde die nationale Gestaltungsmöglichkeit eingeschränkt und es bestehe die Gefahr einer Abwertung der hohen deutschen Standards zur Nutzenbewertung. Frankreich und Spanien haben ebenfalls eine Subsidiaritätsrüge übermittelt. Damit haben sich aber zu wenige Mitgliedsstaaten gegen dieses Kommissionsvorhaben ausgesprochen, um das Verfahren jetzt schon zu stoppen. Auch der AOK-Bundesverband lehnt den Verordnungsentwurf ab, plädiert jedoch für mehr freiwillige Zusammenarbeit auf Europaebene.

"Pommes-Verordnung" scharf geschaltet

12.04.18 (ams) Seit dem 11. April müssen Lebensmittelhersteller sowie Restaurants und Imbissbetriebe die neuen EU-Regeln zur Verringerung des als krebserregend geltenden Stoffes Acrylamid einhalten. Der Stoff bildet sich unter hohen Temperaturen beim Rösten, Backen, Braten oder Frittieren von stärkehaltigen Lebensmitteln. Die Vorgaben entsprechen der bereits im Dezember 2017 in Kraft getretenen Verordnung der EU-Kommission. Danach ist jetzt übermäßiges Frittieren von Pommes frites zu vermeiden und Brot möglichst hell zu backen. Zudem müssen Basisprodukte bereits so hergestellt werden, dass bei ihrer Zubereitung so wenig Acrylamid wie möglich entstehen kann. Betroffen sind vor allem Produkte auf Kartoffel- oder Getreidebasis sowie Kaffee. Die neuen Vorgaben wurden beschlossen, weil die von der EU-Kommission angemahnten freiwilligen Maßnahmen zur Reduzierung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln keinen Erfolg gebracht hatten. Ein Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte zuvor bestätigt, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Krebsrisiko für Menschen aller Altersgruppen potenziell erhöht.

250 Millionen Euro für Obst und Milch in Schulen

12.04.18 (ams) Für eine gesündere Ernährung von Schulkindern hat die EU nach einem aktuellen Bericht im Schuljahr 2016/2017 250 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 150 Millionen Euro wurden für Obst und Gemüse, 100 Millionen Euro für Milch und Milcherzeugnisse ausgegeben. Laut EU-Kommission haben zuletzt mehr als 12 Millionen Kinder an 79.000 Schulen am EU-Programm für Schulobst und Gemüse sowie 18 Millionen Kinder am EU-Schulmilchprogramm teilgenommen.


Zum ams-Politik 04/18