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Für 53 Prozent der über 50-Jährigen …

Zahl des Monats

Foto: Unterstützung bei der Körperpflege

13.03.17 (ams) ... spielt das Thema "Pflege" eine entscheidende Rolle bei der Frage, wem sie im Herbst bei der Bundestagswahl ihre Stimme geben werden – zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). 56 Prozent der Wahlberechtigten 50 Jahre und älter. Nimmt man alle Wahlberichtigten, geben immerhin noch 43 Prozent an, dass die Versorgung älterer, hilfsbedürftiger Menschen für sie ein wichtiges Thema bei der Wahl darstelle. In Bezug auf die Qualität der Versorgung von pflegebedürftigen Personen scheinen viele Menschen jedoch verunsichert zu sein. Der Umfrage zufolge wird die Qualität der Pflege sehr unterschiedlich eingeschätzt: Während rund 42 Prozent der Befragten der Meinung sind, die Versorgung in Deutschland sei gut oder sehr gut, halten 55 Prozent die Pflegequalität für weniger gut oder sogar schlecht. Bei Betroffenen mit persönlichen Pflegeerfahrungen sehen 59 Prozent Mängel in der Pflege.

Entsprechend wünschen sich 71 Prozent der Befragten Nachbesserungen - dies gilt insbesondere für die Arbeitsbedingungen im Pflegesektor. 42 Prozent sind der Ansicht, dass pflegende Angehörige besser unterstützt werden müssten. 70 Prozent der Befragten äußerten den Wunsch, im Falle einer Pflegebedürftigkeit weiterhin zuhause leben zu können. Beinahe jeder Zweite würde dafür gern einen Mix aus familiärer und professioneller Pflege in Anspruch nehmen.

Nach dringenden Problemen in alltäglichen Versorgungssituationen befragt, wünschen sich 68 Prozent der Umfrageteilnehmer, mehr Zeit für persönliche Zuwendung bleibt und die Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen gefördert wird (54 Prozent).

Der diesjährige Deutsche Pflegetag steht unter dem Motto "Die Pflege hat die Wahl" vom 23. bis 25. März. Die jährliche Veranstaltung, zu deren Gründungspartnern der AOK Bundesverband sowie der Deutsche Pflegerat zählen, bietet eine Plattform für Experten, Entscheider und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Pflege und Gesellschaft zum intensiven Erfahrungsaustausch.


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