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ams-Politik 11/16: Vorteil Zytostatika-Ausschreibung

(15.11.16) Die AOK-Ausschreibungen haben die Versorgungssicherheit mit wichtigen und patientenindividuellen Zubereitungen für die Krebstherapien insgesamt verbessert. So konnten durch klare Vereinbarungen die Lieferzeiten zwischen Hersteller und Arztpraxis deutlich reduziert werden. Die Bundesregierung will die gerade erst eingeführte Möglichkeit der Ausschreibung durch Krankenkassen trotzdem im Zuge des Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetzes (AM-VSG) rückgängig machen. Weiteres Thema der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams) ist ein mögliches Verbot des Versandhandels für verschreibungspflichtige Medikamente nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH). Außerdem in der ams-Dokumentation: das Positionspapier der AOK zum Finanzausgleich in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Novemberausgabe 2016

ams-Politik 10/16: Vertraulich zu höheren Arzneimittelpreisen

(19.10.16) Das geplante Arzneimittel-Versorgungsstärkungsgesetz (AM-VSG) könnte den Arzneimittelherstellern gleich zweimal Geld in die Kassen spülen. Grund ist die geplante Geheimhaltung der Erstattungspreise, die zwischen Pharmaunternehmen und GKV-Spitzenverband für neue Medikamente ausgehandelt werden. So könnte die Branche in anderen europäischen Ländern bei den Preisverhandlungen den höheren Herstellerpreis heranziehen und nicht den tatsächlich gezahlten, niedrigeren Erstattungspreis. Gleichzeitig bleiben auf Drängen der Pharmaindustrie die Preise aus dem europäischen Ausland weiterhin verpflichtende Bezugsgröße bei den hiesigen Preisverhandlungen. "Da kann die Pharmaindustrie ab sofort gleich zwei Mal Weihnachten feiern", kommentierte der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, die entsprechende Regelung in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams).

Oktoberausgabe 2016

ams-Politik 09/16: Klinikreform in der Warteschleife

(16.09.16) Der Fahrplan für die Krankenhausreform ist ins Stocken geraten. Insbesondere die Frage, was eine Klinik zum Zentrum mit besonderen Aufgaben macht, sorgt für Differenzen zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern. Das Thema sollte ursprünglich bis zum 31. März ausgehandelt sein, liegt jetzt aber bei der Schiedsstelle. Es reiche nicht aus - wie die Klinikseite das gerne hätte -, "eine Handvoll Leistungen zu definieren, die ein Krankenhaus zum Zentrum machen", umreißt AOK-Experte Jürgen Malzahn in der Septemberausgabe des ams-Politik den zentralen Streitpunkt. "Eine solche Klinik muss auch spezielle strukturelle Voraussetzungen erfüllen. Das hat auch etwas mit Qualität zu tun."

Septemberausgabe 2016

ams-Politik 08/16: Morbi-RSA – unsägliche Debatte beenden

(11.08.16) "Ersatzkassen wollen 500 Millionen Euro von der AOK", titelte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unlängst. Nach den Betriebs- und den Innungskrankenkassen hatte jetzt auch der Verband der Ersatzkassen (vdek) ein Positionspapier zur Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) vorgelegt. Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, fordert in der Augustausgabe ein Ende der "unsäglichen Debatte". Es sei überzeugender, die Beschränkung des Morbi-RSA auf bestimmte Krankheiten aufzuheben.

Augustausgabe 2016

ams-Politik 07/16: Arzneimittelreform – AMNOG-Systematik aus der Balance

(18.07.16) Nur der Zusatznutzen rechtfertigt bei Arzneimitteln höhere Preise. Der muss durch Studien belegt werden. Diese beiden Grundprinzipien des Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetzes (AMNOG) sieht der AOK-Bundesverband durch die geplante Arneimittelreform gefährdet. Insgesamt gewährten die Ministeriumspläne der Pharmabranche zu viele Hintertürchen, warnt der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Martin Litsch in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medineservice (ams). Weiteres Thema ist der Kabinettsbeschluss zur dritten Stufe der Pflegereform. Die Krankenkassen sehen keine Verbesserung im Vergleich zum Referentenentwurf.

Juliausgabe 2016

ams-Politik 06/16: PsychVVG – Konsequenter Entwurf mit ordnungspolitischen Schwächen

Einheitliche Preise auf Landesebene für gleiche Leistungen in Psychiatrie und Psychosomatik gehören der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es künftig krankenhausindividuelle Budgets. So sieht es der Referentenentwurf des "Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen" (PsychVVG) vor. Ab 2017 soll das neue Vergütungssystem greifen. Die enge Orientierung des Entwurfs an den Eckpunkten der Großen Koalition vom Februar 2016 wertet der AOK-Bundesverband positiv. Die Aufgabe des bisherigen Preissystems bleibt aus seiner Sicht jedoch problematisch.

Juniausgabe 2016

ams-Politik 05/16: PSG III gefährdet individuellen Charakter der Pflegeberatung

Das dritte Pflegestärkungsgesetz (PSG III) räumt den Kommunen tiefgehende Eingriffsrechte für die Planung der Pflegestrukturen ein. Der Referentenentwurf sieht etwa vor, dass dieLandkreise und kreisfreien Städte ein Initiativrecht zur Errichtung von Pflegestützpunkten erhalten und die Pflegekassen verpflichtet werden, an den Pflegestützpunkten mitzuwirken. Die Entscheidungsbefugnis der Pflegekassen werde erheblich eingeschränkt und laufe einem partnerschaftlichen Verhältnis der Beteiligten zuwider, kritisiert der AOK-Bundesverband in der aktuellen Ausgabe des AOK-Medienservice (ams).

Maiausgabe 2016

ams-Politik 04/16: Freie Arztwahl und Patientensteuerung – Kassenärzte auf dem Holzweg

Geht es nach der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), könnte die freie Arztwahl gesetzlich Versicherte künftig teuer zu stehen kommen. Der Hausarzt als Lotse könnte nach Planspielen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) künftig grundsätzlich erste Anlaufstelle für Patienten sein. Wer das nicht will, soll auf einen teureren Wahltarif ausweichen. Statt jetzt die Einschränkung der freien Arztwahl ins Spiel zu bringen, sollte die KBV endlich den Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts nutzen und ihre Blockadehaltung bei der elektronischen Gesundheitskarte aufgeben, findet hingegen der Vorstandsvorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch.

Aprilausgabe 2016

ams-Politik 03/16: Pflege braucht vor allem viel Kooperation

Der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, hat alle Beteiligten zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aufgerufen, um die pflegepolitischen Herausforderungen anzugehen. "Wir brauchen Mann und Maus", sagte Litsch im Interview mit dem AOK-Medienservice (ams). Die AOK als größte Pflegekasse der Republik setze alles daran, die Pflegeversicherung wetterfest zu machen.

Märzausgabe 2016

ams-Politik 02/16: Widerstände gegen echte Strukturreformen bleiben groß

Dem Reformpaket von Union und SPD mangelt es an Durchschlagskraft. Vieles bleibe zunächst einmal eine Wette auf die Zukunft zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), kritisiert der neue Politikchef des AOK-Bundesverbandes, Kai Senf. "Die Große Koalition ist nicht nur bei der Krankenhausreform den Lockrufen des scheinbaren finanziellen Überflusses der GKV erlegen und hat versucht, aufkeimenden Widerstand mit geldwerten Vorteilen für die Interessengruppen niedrig zu halten", sagt Senf in seinem ersten Interview nach Amtsantritt dem AOK-Medienservice (ams). Senf begrüßt die Verlängerung des Preismoratoriums für patentfreie und für festbetragsfreie Medikamente: "Das war eine richtige Entscheidung."

Februarausgabe 2016

ams-Politik 01/16: Strukturreformen forcieren

Ohne durchgreifende Strukturreformen bleibt die Krankenhausreform der Großen Koalition wirkungslos. Der AOK-Bundesverband setzt auf Kooperation und Spezialisierung. "Nicht jedes Krankenhaus muss alles machen. Das schafft mehr Qualität in der Versorgung und erhöht die Wirtschaftlichkeit der Häuser", sagt der neue Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, in der aktuellen Ausgabe des AOK-Medienservice (ams). Einen nicht minder hohen Reformdruck sieht Litsch trotz des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (GKV-VSG) auch in der ambulanten Versorgung. Das Gesetz überzeuge durch gute Ansätze, bringe aber zunächst einmal den niedergelassenen Ärzten nur mehr Geld.

Januarausgabe 2016

ams-Politik 12/15: Rückblick 2015 und Ausblick 2016

Die letzte Politikausgabe des Jahres blickt voraus auf den dritten Deutschen Pflegetag im März 2016, mittlerweile das wichtigste Jahrestreffen der Pflegebranche, der Kranken- und Altenpflege, ambulant wie stationär, professionell wie ehrenamtlich. Die Dezemberausgabe schaut zurück auf 20 Jahre (seit dem 1. Januar 1996) freie Kassenwahl in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Und schließlich gibt es den Blick auf die GKV-Ausgaben in den ersten drei Quartalen 2015.

Dezemberausgabe 2015

ams-Politik 11/15: Krankenkassen fehlen die Instrumente für den Wettbewerb

Die Diskussion um den Morbi-RSA hat sich wieder verschärft. Der Grund, so die Analyse des Geschäftsführers des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), Professor Klaus Jacobs, liege in der Einführung der kassenindividuellen Zusatzbeiträge. "Seither dreht sich der Wettbewerb unter den Krankenkassen wieder verstärkt um die Höhe des Beitragssatzes", sagt Jacobs im Interview mit dem AOK-Medienservice (ams). Er plädiert für mehr Vertragswettbewerb mit den Leistungsanbietern, um regional Qualität und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Versorgung stärker zu beeinflussen.

Novemberausgabe 2015

ams-Politik 10/15: Klinikreform mit erheblichen Risiken für den Beitragszahler

Die Bundesländer bleiben von zusätzlichen Investitionen verschont. Die Kliniken jubeln über zurückgenommene Kürzungen. Und dennoch fließen bis 2020 über zehn Milliarden Euro zusätzlich in die Klinikkassen. "Die Krankenhausreform erfolgt ausschließlich auf Kosten der Beitragszahler", kritisiert der Krankenhausexperte des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Malzahn, in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams). Hintergrund: Der Gesetzentwurf verpflichtet die Bundesländer nicht zu dringend notwendigen, höheren Investitionen. Anreize für mehr Wirtschaftlichkeit in der Krankenhauslandschaft wurden zuletzt entschärft.

Oktoberausgabe 2015

ams-Politik 09/15: Kostentreiber Krankenhaus und Arzneimittel

Um knapp 4,4 Milliarden Euro sind die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 2,3 Milliarden Euro, entfällt auf nur zwei Leistungsbereiche: Krankenhaus und Arzneimittel. Der AOK-Bundesverband sieht vor allen strukturelle Gründe. "Die Ausgaben steigen mit rund vier Prozent viel schneller als die Einnahmen", warnt Interimsvorstand Martin Litsch in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams). Gleichzeitig fordert Litsch, die geplante Klinikreform zügig umzusetzen.

Septemberausgabe 2015

ams-Politik 08/15: Qualitätsmessung schützt die guten Kliniken vor den schlechten

Kliniken dürfen nicht schlechter beurteilt werden, wenn sie Schwerstkranke behandeln. Hier sind sich AOK-Bundesverband und Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einig. Eine einzelne US-Studie legt aus Sicht der DKG jedoch nahe, dass das passieren könnte. "Die DKG wirft Nebelkerzen", warnt AOK-Krankenhausexperte Jürgen Malzahn in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams). Die US-Studie untersuche nicht das, was Maßstab in Deutschland werden soll. Christian Günster vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) erläutert, was der US-Studie fehlt. Günster hat das seit über zehn Jahren etablierte Verfahren "Qualitätssicherung mit Routinedaten" (QSR) maßgeblich mitentwickelt. Künftig soll bei der Bezahlung von Krankenhäusern auch die Behandlungsqualität berücksichtigt werden.

Augustausgabe 2015

ams-Politik 07/15: Von den Äpfeln und Birnen der Klinikreform

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schießt aus allen Rohren gegen die anstehende Klinikreform. Dabei vergleicht DKG-Präsident Thomas Reumann auch gerne einmal Äpfel mit Birnen. Etwa, wenn er wegen des Wegfalls des sogenannten Versorgungszuschlags und der geplanten Zu- und Abschläge für Qualität in der stationären Versorgung Einnahmeausfälle bei den Krankenhäusern von einer Milliarde Euro jährlich vorhersagt. Warum die Panik der Krankenhäuser unbegründet und überzogen ist, erklärt die aktuelle Ausgabe des AOK-Medienservice (ams). Außerdem in der Juliausgabe alles Wichtige zur zweiten Stufe der Pflegereform.

Juliausgabe 2015

ams-Politik 06/15: Kampf gegen Antibiotikaresistenz – besser spät als nie

Jeder zehnte gesundheitsgefährdende Keim gilt mittlerweile als resistent gegen Antibiotika. Viel Zeit habe die Weltgemeinschaft bisher ungenutzt verstreichen lassen, kommentiert Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams) die Initiative des G7-Gipfels Anfang Juni im bayrischen Elmau. Das WIdO selbst hatte bereits 2003 eine Studie zum übermäßigen Antibiotika-Einsatz in Deutschland veröffentlicht. Weitere Themen der Juniausgabe: Warum dem Versorgungsstärkungsgesetz an Schlagkraft fehlt und was sich die Menschen von der Pflegepolitik wünschen.

Juniausgabe 2015

ams-Politik 05/15: Qualitätspremiere in der Klinikplanung

Erstmals sollen Qualitätsindikatoren fest in der Krankenhausplanung der Bundesländer verankert werden. So sieht es der Referentenentwurf zum Krankenhaus-Strukturgesetz (KHSG) vor. "Das ist ein begrüßenswerter, erster und wichtiger Schritt zur weiteren Steigerung der Behandlungsqualität“, kommentierte Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, die Gesetzesinitiative in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservice (ams). Wollen Landesregierungen die Anwendung von Qualitätsindikatoren aussetzen, müssen sie eigene Landesgesetze erlassen und dies öffentlich begründen. Hierin sieht der AOK-Bundesverband ein weiteres Instrument zur Qualitätssicherung.

Maiausgabe 2015

ams-Politik 04/15: Wenig Lust auf Kooperation in der Versorgung

Vom erhofften frischen Wind für die sektorenübergreifende Zusammenarbeit ist im Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) wenig zu spüren. Die vielen kleinteiligen Einzelmaßnahmen seien nicht geeignet, dieses eigentlich begrüßenswerte Ziel zu erreichen, bedauert Dr. Christian Peters, Leiter der Abteilung ambulante Versorgung im AOK-Bundesverband, in der Aprilausgabe des AOK-Medienservice (ams). Jürgen Malzahn, Peters' Pendant für die stationäre Versorgung, diagnostiziert gar Erschöpfung: "Nach den zähen Mühlen der Ambulanten Spezialfachärztlichen und der Integrierten Versorgung, immer neuen rechtlichen Hürden, Diskussionen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen und allein drei Gesetzesnovellen zum Entlassmanagement wirken die Beteiligten ermüdet."

Aprilausgabe 2015

ams-Politik 03/15: Rechtsanspruch auf Pflegeberatung für Angehörige hilfreich

Die Tragweite des Themas Pflege wird in Deutschland unterschätzt. Dabei hat der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, vor allem die pflegenden Angehörigen im Blick. "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass pflegende Angehörige einen ganz eigenen Beratungsbedarf haben. Diese Tatsache sollte die Politik als eigenen Rechtsanspruch im Zweiten Pflegestärkungsgesetz berücksichtigen", sagte Graalmann zum Auftakt des Deutschen Pflegetages 2015 in Berlin. Rund 70 Prozent aller Betroffenen werden durch Familien, Freunde und Nachbarn zu Hause gepflegt.

Märzausgabe 2015

ams-Politik 02/15: Debatte um ambulante Versorgung geht an Problemen vorbei

Die Ärzte drohen mit einer gezielten Kampagne gegen das geplante Versorgungsstärkungsgesetz. Sie wehren sich gegen Servicestellen zur schnelleren Terminvergabe beim Facharzt und gegen eine Verschärfung der Regeln zum Aufkauf von Arztpraxen in überversorgten Regionen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe kontert die Pläne mit dem Vorwurf der "Panikmache". Dabei lägen die wahren Probleme ganz woanders, sagt der AOK-Bundesverband. Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Graalmann nennt unter anderem die umstrittene Konvergenzregel zur ärztlichen Vergütung. Sie mache nichts besser, koste die Patienten allerdings mehr Geld, kritisiert der Verbandschef in der aktuellen Politikausgabe des AOK-Medienservices (ams).

Februarausgabe 2015

ams-Politik 01/15: Wildes Wechselfieber bleibt zum Jahreswechsel aus

Die neue Beitragswelt in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat noch zu keinen größeren Wanderungsbewegungen bei den Versicherten geführt. Das zeigen erste Rückmeldungen aus den AOK-Geschäftsstellen. Für den Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, ist das nicht überraschend: "Die Preisunterschiede sind gering, und für die Versicherten spielen augenscheinlich andere Erwägungen ein wichtigere Rolle. Wenn Kunden sich gut betreut fühlen, geht die Wechselbereitschaft gegen Null." Außerdem in der ersten Politikausgabe 2015 des AOK-Medienservice (ams): Wissenswertes im Vorfeld der anstehenden Krankenhausreform.

Januarausgabe 2015