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Agenturmeldung vom 31.05.2018, 12:39

Niedersachsens Kliniken fühlen sich im Regen stehen gelassen

Mit einer Regenmaschine haben die niedersächsischen Kliniken am Donnerstag auf den Investitionsstau in vielen Häusern des Landes aufmerksam gemacht. Sie würden trotz Wahlversprechen und strudelnder Steuereinnahmen im Regen stehen gelassen, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) mit. Zwar sei 2017 einmalig ein Sondervermögen bereitgestellt worden, doch dieses habe den Investitionsstau nicht vollständig auflösen können und sei noch nicht einmal ganz ausbezahlt worden.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann verwies auf die noch laufenden Haushaltsberatungen. Der Umfang der jährlich bereitgestellten Investitionsmittel werde in Niedersachsen erhöht, kündigte die SPD-Politikerin an. Allerdings müssten die Betriebskosten der Kliniken besser von Seiten der Krankenkassen refinanziert werden.

Laut NKG liegt die Investitionsquote bei Krankenhäusern in Niedersachsen bei 3,4 Prozent, notwendig seien aber 8 bis 10 Prozent. Die im Wahlkampf zugesagten 200 Millionen Euro für die Einzelförderung der 175 Krankenhäuser im Land seien zu wenig, kritisierte der Verband.