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Agenturmeldung vom 11.04.2018, 16:04

Weniger Organspender im Nordosten - MV bleibt aber bundesweit Spitze

Frankfurt am Main/Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Organspender ist im Nordosten Deutschlands nach einem Plus im Vorjahr 2017 wieder gesunken. Ihre Zahl ging von 108 auf 80 zurück, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) hervorgeht. Auch bundesweit gab es erneut einen Rückgang von 857 auf 797 Spender. Im Schnitt wurden 3,3 Organe entnommen - insgesamt 2594. Ende 2017 standen jedoch allein in Deutschland 10.101 schwerkranke Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Allein mehr als 700 Menschen warten demnach auf ein neues Herz.

Zur DSO-Region Nordost gehören neben Mecklenburg-Vorpommern auch die Bundesländer Berlin und Brandenburg. MV ist nach wie vor das Bundesland mit den meisten Organspendern bezogen auf die Einwohnerzahl. Im vergangenen Jahr spendeten dem Bericht zufolge 27 Menschen im Land nach ihrem Tod Organe, das waren 16,8 Spender je eine Million Einwohner. Der bundesdeutsche Durchschnitt lag bei 9,7. Die höchste Organspende-Quote in Europa weist demnach Spanien mit einem Wert von 43,4 Spendern je eine Million Einwohnern auf.