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Agenturmeldung vom 13.03.2018, 15:19

Modellprojekt «digitale Patientenakte» auf dem Land läuft

Torgelow/Schwerin (dpa/mv) - Ein bundesweites Modellprojekt zur besseren medizinischen Versorgung von Patienten in ländlichen Regionen hat in Vorpommern den Betrieb aufgenommen. Damit sollen etwa 40 Haus- und Fachärzte und zwei Ameos-Kliniken in Ueckermünde und Anklam künftig medizinische Patientendaten schnell und unbürokratisch austauschen können, wie das Schweriner Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Nach ersten Praxistests werde Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) das Vorhaben am 19. März in Torgelow (Kreis Vorpommern-Greifswald) symbolisch starten und genauer vorstellen. Ein Modellprojekt für ein Stadtgebiet laufe mit der AOK in Berlin.

Mit der "digitalen Patientenakte" ließen sich medizinische Daten und Dokumente jederzeit bereitstellen und abrufen. Beteiligt sind das Ärztenetz "HaffNet" und die für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zuständige AOK Nordost mit 8000 Versicherten in der Region. Die Vorbereitung habe wegen des umfassenden Datenschutzes Monate gedauert. Der Informationsaustausch betreffe Aufnahme und Entlassung in den Kliniken, Dokumentenaustausch sowie die Möglichkeit eigene medizinische Dokumente hochzuladen wie Organspendeausweise.