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Agenturmeldung vom 09.11.2017, 16:04

Organspenden auf niedrigstem Stand seit 20 Jahren

Frankfurt/Main (dpa) - Die Organspenden in Deutschland sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Im laufenden Jahr 2017 erwartet die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) rund 1500 Organe weniger als 2010, wie auf der Jahrestagung der bundesweiten Koordinierungsstelle bekannt wurde. Gleichzeitig warten derzeit mehr als 10 000 schwerkranke Patienten auf eine lebensrettende Transplantation.

"Die Situation ist zutiefst besorgniserregend", sagte der medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel. "Von Jahr zu Jahr kann weniger Patienten mit einer Transplantation geholfen werden." Er fordert einen gemeinschaftlichen Initiativplan zur Förderung der Organspende: "Die Zeit der Einzelinitiativen ist vorbei." Die DSO wünscht sich, dass das Thema Organspende immer zur Sprache kommt, wenn der Arzt mit dem Patienten oder seinen Angehörigen über Behandlungsstrategien am Lebensende spricht.