Agenturmeldung vom 19.05.2017, 14:45

Deutschland wirbt für mehr Geld für Weltgesundheitsorganisation

Berlin (dpa) - Angesichts drohender neuer Gesundheitskrisen in der Welt hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) für eine bessere Finanzausstattung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geworben. Die Mitgliedsbeiträge der Staaten sollten angepasst werden, damit die WHO den gestiegenen Erwartungen gerecht werden könne, sagte Gröhe zur Eröffnung des ersten Treffens der G20-Gesundheitsminister am Freitag in Berlin. Aus dem Haushalt des Gesundheitsministeriums flössen es in diesem Jahr erstmals 35 Millionen Euro zusätzlich an die WHO. 

"Es ist zwar ungewiss, wann die nächste Gesundheitskrise auftritt und welche Ausmaße sie haben wird", sagte Gröhe. Fest stehe aber: "Die nächste Gesundheitskrise mit globalen Auswirkungen wird kommen." Bei der bislang größten Ebola-Epidemie 2014 bis 2015 starben in Westafrika mehr als 11 000 Menschen. Der jüngste Ebola-Ausbruch im Kongo stellt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Landesebene ein hohes Risiko dar.