Agenturmeldung vom 15.03.2017, 14:23

Behandlungsfehler in 52 Fällen in Sachsen festgestellt

Dresden (dpa/sn) - Gutachter haben 2016 in 52 Fällen ärztliche Behandlungsfehler festgestellt. Das waren 3 mehr als im Jahr zuvor, wie laut Mitteilung vom Mittwoch aus dem Jahresbericht der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der Landesärztekammer hervorgeht. "Jeder Behandlungsfehler ist ein Fehler zu viel, denn hinter jedem Fehler steht auch ein Schicksal", sagte Kammerpräsident Erik Bodendieck. Die angesichts von 32 Millionen ambulanten und stationären Behandlungsfällen insgesamt geringe Anzahl an Fehlern sei ein Indiz für die verantwortungsvolle Tätigkeit der Ärzte, Schwestern und Pfleger trotz extremer Arbeitsverdichtung in Praxen und Kliniken.

2016 gingen bei der Gutachterstelle insgesamt 363 Anträge wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers ein (2015: 384); in 233 Fällen (244) wurden Begutachtungen ausgelöst. Ein Großteil der Anträge (172) betraf den stationären Bereich und nur 46 ambulante Praxen. Die meisten vermuteten Behandlungsfehler entfielen auf die Bereiche Chirurgie, Innere Medizin und Orthopädie.