Agenturmeldung vom 28.02.2017, 11:11

Rückgang bei Hausärzten in Mecklenburg-Vorpommern gestoppt

Schwerin (dpa/mv) - Der Rückgang bei Hausärzten in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung gestoppt. Ihre Zahl nehme seit 2010 sogar leicht zu, sagte der Vorstandsvorsitzende der Vereinigung, Axel Rambow, am Dienstag in Schwerin. Im Jahr 2010 praktizierten nach seinen Angaben landesweit rund 1060 Hausärzte, im Januar 2017 waren es knapp 1170. Zuvor seien etwa zehn Praxen pro Jahr ohne Nachfolger geblieben.

"Wir sind froh, dass die zahlreichen Fördermaßnahmen, die wir in den vergangenen zehn Jahren nach und nach auf den Weg gebracht haben, nun Wirkung zeigen", sagte Rambow. Das beginne noch im Medizinstudium, setze sich über eine Unterstützung der Ärzte in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin fort und reiche bis zur Gewährung von Investitionszuschüssen bei einer Niederlassung im Land.

Noch immer gibt es aber Regionen, die mit Hausärzten unterversorgt sind oder in denen Unterversorgung droht. Dazu zählen Rambow zufolge Grimmen, Anklam, Teterow, Güstrow, das Rostocker Umland, Hagenow, Ludwigslust, Parchim, das Schweriner Umland, Demmin sowie das Neubrandenburger Umland. Aktuell würden 128 Hausärzte im Land gesucht.

Bei Fachärzten sieht die Lage den Angaben zufolge besser aus. "Wir haben keine Region im Land, die mit Fachärzten unterversorgt ist", sagte die Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung, Kerstin Alwardt.