Agenturmeldung vom 22.02.2017, 10:51

Hamburg will Europäische Arzneimittel-Agentur an die Elbe holen

Hamburg (dpa/lno) - Hamburg will die in London ansässige Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU an die Elbe holen. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) und Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) hätten deshalb bereits bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgesprochen, teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit.

Neben Hamburg bemühen sich in Deutschland auch Berlin und Bonn um die 1995 gegründete Behörde. Zudem gebe es Interessensbekundungen aus anderen Ländern. Die EMA beurteilt und überwacht mit ihren rund 750 Mitarbeitern Medikamente und spielt eine entscheidende Rolle bei der Arzneimittelzulassung in der EU.

Wirtschaftssenator Horch verwies auf die Anziehungskraft Hamburgs auf internationale Unternehmen und Institutionen, wie etwa für den Internationalen Seegerichtshof. "Auch rund 100 hier ansässige Konsulate machen den internationalen Stellenwert der Stadt deutlich." Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks führte die mehr als 500 in der Hansestadt ansässigen Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazeutik ins Feld.