Agenturmeldung vom 31.01.2017, 11:56

Mehr Einnahmen für Schleswig-Holsteins Krankenhäuser

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Krankenhäuser bekommen dieses Jahr mehr Geld für die Behandlung von Patienten. Der sogenannte Basisfallwert steigt gegenüber dem Vorjahr um 2,08 Prozent auf 3346,50 Euro, wie die Krankenhausgesellschaft (KGSH) und die Krankenkassen am Dienstag mitteilte. Darauf haben sich KGSH und die Verbände der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung verständigt.

Der Basisfallwert ist entscheidend für die Abrechnung von Leistungen. KGSH-Geschäftsführer Bernd Krämer sprach von einem tragfähigen Kompromiss. "Erstmals seit vielen Jahren wird unser Landesbasisfallwert nicht am Ende des Ländervergleiches stehen."

Der Chef des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Armin Tank bezeichnete die Einigung als gutes Signal. "Neben der Erhöhung des Landesbasisfallwerts gibt es weitere Faktoren wie die Steigerung der Leistungsmenge und diverse Zuschläge, die die Ausgaben der Krankenkassen um deutlich mehr als 2,08 Prozent ansteigen lassen." Nach Angaben von AOK-Nordwest-Vorstandschef Tom Ackermann planen die Kassen allein durch den neuen Basisfallwert "über 70 Millionen Euro mehr für die stationäre Krankenhausversorgung im Land ein".