Agenturmeldung vom 19.12.2016, 16:42

Register: Altersbedingte Zunahme von Krebserkrankungen in MV

Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der Krebsneuerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern ist zwischen den Jahren 2002/03 und 2012/13 stark gestiegen. Wie das Schweriner Gesundheitsministerium am Montag berichtete, wurde in diesem Zeitraum bei Männern eine Zunahme von 19 Prozent und bei Frauen von 17 Prozent registriert. Diese Zunahme sei zumeist auf den wachsenden Anteil älterer Menschen im Land zurückzuführen, sagte Minister Harry Glawe (CDU). Der Statistik des Gemeinsamen Krebsregisters der ostdeutschen Bundesländer und Berlins zufolge erkrankten im Nordosten in den Jahren 2012 und 2013 jeweils rund 6100 Männer und 4450 Frauen an Krebs.

Etwa die Hälfte aller Krebsdiagnosen entfiel dabei auf die jeweils drei häufigsten Krebserkrankungen. Bei Männern waren das dem Register zufolge Prostatakrebs mit einem Anteil von 20 Prozent an allen Neuerkrankungen, Lungen- (14 Prozent) und Darmkrebs (12 Prozent). Während bei Darm- und Lungenkrebs jeweils leichte Rückgänge zu verzeichnen waren, stagnierte die Zahl der Neuerkrankungen bei Prostatakrebs.

Frauen erkrankten meist an Brust- (28 Prozent), Darm- (11 Prozent) und Lungenkrebs (7 Prozent). Allerdings sei die Zahl der Lungen- und Brustkrebsfälle bei den Frauen um 2,9 beziehungsweise 2,1 Prozent gestiegen.

Deutliche Verbesserungen habe es in den vergangenen Jahren bei der Krebstherapie gegeben, teilte das Ministerium mit. Etwa 58 Prozent der männlichen und 62 Prozent der weiblichen Krebspatienten lebten noch fünf Jahre nach der Diagnose. Insgesamt lebten im Nordosten im Jahr 2013 etwa 27 700 Männer und 24 300 Frauen, bei denen in den letzten zehn Jahren Krebs diagnostiziert wurde. Das waren rund 3,5 Prozent aller Männer und drei Prozent aller Frauen des Landes.