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Litsch: "Politik muss die Menschen auf Beitragserhöhungen vorbereiten"

Statement anlässlich der Verbändeanhörung zum PpSG

Foto: Martin Litsch

Martin Litsch

(11.07.18) Der AOK-Bundesverband begrüßt den Ansatz des Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (PpSG), Der Vorstandsvorsitzende Martin Litsch sieht aber keine schnellen Lösungen:

"Das Hauptziel einer verbesserten Personalausstattung in der stationären Pflege kann jeder unterschreiben. Bei allem Aktivismus sollte aber klar sein: Uns steht ein Marathon bevor. Schon heute sind Tausende Pflegestellen offen, dauert die Wiederbesetzung einer Stelle im Schnitt rund 170 Tage. Neue Pflegerinnen und Pfleger kann man sich nicht einfach schnitzen, es wird also keine einfachen und schnellen Lösungen geben. Darauf und auf die programmierten Beitragserhöhungen muss die Politik die Menschen vorbereiten. Und sie muss sicherstellen, dass alle zusätzlich bereitgestellten Finanzmittel auch tatsächlich in der Pflege ankommen. Zur Lösung gehört übrigens auch die Zentralisierung und Spezialisierung der Krankenhausstrukturen. Das führt zu Entlastungen der Pflegekräfte im Krankenhaus."

Zur Stellungnahme des AOK-Bundesverbandes