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Krankenhausreform: Litsch plädiert für mehr Qualitätsorientierung

Foto: Martin Litsch - Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes

Martin Litsch

(06.09.15) Die stationäre Versorgung in Deutschland benötigt „einen höheren Spezialisierungsgrad und damit auch eine bessere Versorgung im Sinne einer höheren Qualität“. Das sagte der kommissarische Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, am Sonntag im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur (dpa). "Damit ist dem Krankenhaus und dem Patienten geholfen."

Litsch warnte davor, dass der Reformentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im weiteren Beratungsverlauf verwässert werde. Im Entwurf für das Krankenhaus-Strukturgesetz (KHSG) ist vorgesehen, den Qualitätsaspekt in der stationären Versorgung sowohl in der Planung als auch in der Vergütung der Kliniken zu stärken. Er hoffe, dass dieser Qualitätskern erhalten bleibe und sich die Krankenhäuser in ihren Angebotsstrukturen tatsächlich änderten. Zugleich wies Litsch Kritik der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zurück. Die Reform sei alles andere als ein Spargesetz.