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"Gesundheitskarte ist die beste Lösung"

Foto: Versorgung Asybewerber

(17.11.15) Der Flyer greift in der Diskussion um die medizinische Versorgung von Asylsuchenden häufig gestellte Fragen auf und korrigiert falsche Darstellungen. Dabei geht es unter anderem um die Befürchtung, dass durch die Gesundheitskarte ein Mehr an Leistungen provoziert werden könnte. Thematisiert werden auch Forderungen seitens der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte, dass für die Versorgung von Flüchtlingen mehr Geld zur Verfügung gestellt werden müsse.

Aus Sicht der AOK ist der Einsatz der Gesundheitskarte vor allem menschlich und sachgerecht: Wer krank ist, braucht einen Arzt. Es sei nicht sinnvoll, dass Mitarbeiter von Ämtern oder Krankenkassen prüften, ob jemand medizinische Hilfe benötige. Das sei die Aufgabe einer Ärztin oder eines Arztes.

Über die Gesundheitskarte erhalten Asylbewerber schnell, unkompliziert und einheitlich die Hilfe, die sie benötigen. Zudem würden Städte und Gemeinden organisatorisch und finanziell entlastet. Das zeige das Beispiel von Bremen und Hamburg. Die beiden Stadtstaaten lassen Asylsuchende seit längerem durch die AOK betreuen. Leistungen werden über eine Gesundheitskarte abgerechnet. Das Verfahren hat sich für alle Beteiligten als vorteilhaft erwiesen.

Vor allem aber ist die Verwendung der Gesundheitskarte unbürokratisch. Denn durch die bewährte und effiziente Abrechnung der Behandlung über die Gesundheitskarte erhalten Ärzte und Krankenhäuser ihre Vergütung ohne zusätzlichen Aufwand, ohne Streit um die Kosten für einzelne Leistungen und ohne zeitliche Verzögerung.

Unterdessen hat sich nach Nordrhein-Westfalen mit Schleswig-Holstein das zweite Flächenland für den Einsatz der Gesundheitskarte entschieden. Treibende Kraft war auch im Norden die AOK. In weiteren Bundesländern laufen derzeit Verhandlungen über den eGK-Einsatz.