Zweitmeinung

In ausländischen Versicherungssystemen muss teilweise vor bestimmten Leistungen wie Operationen oder vor Überweisungen zu hoch spezialisierten Fachärzten eine ärztliche Zweitmeinung eingeholt werden. Die Diagnose oder Therapie des behandelnden Arztes erfährt so eine Qualitätssicherung.

Mit dem Zweitmeinungsverfahren für besondere Arzneimittel (hohe Jahrestherapiekosten oder erhebliches Risikopotenzial) ist mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz von 2007 ein Verfahren eingeführt worden, mit dem zum einen die Qualität der Arzneimittelversorgung und zum anderen auch deren Wirtschaftlichkeit gestärkt werden sollte. Mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) wurde zum 1. Januar 2011 dieses Zweitmeinungsverfahren wieder abgeschafft.
Einzelne AOKs bieten ihren Versicherten bei schweren Erkrankungen (z. B. im Bereich der Onkologie) an, eine ärztliche Zweitmeinung von einem ausgewiesenen Experten einzuholen, um dadurch eine größere Sicherheit für die nachfolgende Therapie zu erhalten.