Verweildauer

Als Verweildauer wird bei einer Krankenhausbehandlung die Zeitspanne zwischen dem Aufnahme- und dem Entlassungstag bezeichnet. Bis zur Einführung von Fallpauschalen in der Krankenhausvergütung, den Diagnosis Related Groups (DRG), war die Verweildauer in Deutschland im internationalen Vergleich relativ hoch.

Im Gegensatz zur früheren Abrechnungsform steigen seit der Abrechnung nach Fallpauschalen bei gleichem Erlös die Kosten einer Klinik mit einer längeren Verweildauer eines Patienten im Krankenhaus. Das Fallpauschalensystem setzt daher für die Krankenhäuser einen wirtschaftlichen Anreiz, Patienten so früh wie möglich zu entlassen. Im Rahmen der Abrechnung wird zwischen der oberen und der unteren Grenzverweildauer unterschieden. Die obere Grenzverweildauer legt fest, bis zu welcher Verweildauer lediglich eine Pauschalvergütung erfolgt. Wird diese Dauer im Einzelfall überschritten, erhält das Krankenhaus zusätzliche Entgelte von den Krankenkassen. Die untere Grenzverweildauer bestimmt die Zeitspanne, die ein Patient mindestens im Krankenhaus verbringen sollte. Liegt die Verweildauer des Patienten darunter, erhält das Krankenhaus deutlich weniger als die sonst fällige Fallpauschale. Mit den Grenzverweildauern soll vermieden werden, dass Patienten zu früh entlassen werden beziehungsweise zu lang im Krankenhaus bleiben.

Die durchschnittliche Verweildauer hat sich seit 1992 fast halbiert: von 13,3 Tagen auf 7,5 Tage im Jahr 2013, mit einer weiter sinkenden Tendenz als Folge des medizinischen Fortschritts sowie verbesserter vor- und nachstationärer ambulanter Versorgung.