Qualitätsbericht

Die mehr als 2.000 Krankenhäuser in Deutschland sind seit 2003 dazu verpflichtet, alle zwei Jahre strukturierte Qualitätsberichte zu erstellen (§ 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V). Die Berichte dienen der Information und Orientierung von Versicherten, die auf der Suche nach einem für ihre Behandlung geeigneten Krankenhaus sind. Adressaten der Berichte sind zudem Ärzte und Krankenkassen, damit diese anhand transparenter Informationen ihren Patienten bzw. Versicherten geeignete Krankenhäuser empfehlen können. Außerdem soll auch den Krankenhäusern und Kliniken eine Plattform geboten werden, ihre Schwerpunkte und Erfolge in der Qualitätssicherung gegenüber Patienten, Ärzten und Krankenkassen darstellen zu können.

Die gesetzlichen Qualitätsberichte der Krankenhäuser werden über die Internetplattformen verschiedener Krankenkassen veröffentlicht (zum Beispiel Gesundheitsnavigator der AOK). Für die Ausgestaltung der Qualitätsberichte gibt es Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses, die laufend angepasst werden. So wurde etwa für das Jahr 2010 die Struktur der Berichtsinhalte detaillierter vorgegeben und die Zahl der von den Krankenhäusern zu berichtenden Qualitätsindikatoren auf 182 erhöht. Neben allgemeinen Informationen zum Versorgungsangebot eines Krankenhauses (unter anderem Einzugsbereich, Anzahl der Betten, apparative und personelle Ausstattung) werden auch spezielle Leistungsdaten der Fachabteilungen sowie Qualitätsindikatoren erhoben, etwa die Anzahl der Wundinfektionen nach Einsatz neuer Hüftgelenke.

Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses erstellt das AQUA-Institut seit 2010 auf der Grundlage der Qualitätsberichte aller Krankenhäuser einen bundesweit vergleichenden Qualitätsreport, der in erster Linie dem internen Vergleich von Kliniken untereinander dienen und so die Förderung und Verbesserung der Behandlungsqualität unterstützen soll.