Pflegeauskunft

Die Pflegekassen haben die Aufgabe, das von den Versicherten erwartete eigenverantwortliche Handeln zu fördern. Dies erfolgt durch Aufklärung und Auskunft über Leistungen der Pflegeversicherung und anderer Träger im Rahmen von Mitgliederzeitschriften und Informationsbroschüren sowie persönlich durch Mitarbeiter der Pflegekassen. Hierzu gehören auch Auskünfte zu individuellen Leistungsansprüchen und vor Ort bestehenden Versorgungsstrukturen.

Die Aufklärung und Auskunft beinhalten auch den Hinweis auf die unentgeltliche Pflegeberatung, den nächstgelegenen Pflegestützpunkt sowie die Leistungs- und Preisvergleichslisten.

Bei der Pflegeberatung handelt es sich um eine individuelle Beratung und Hilfestellung durch einen Pflegeberater bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Sozialleistungen und sonstigen Hilfsangeboten, die auf die Unterstützung von Menschen mit Pflege-, Versorgungs- und Betreuungsbedarf ausgerichtet sind. Anspruch auf Pflegeberatung haben Personen, die Pflegeleistungen beziehen sowie Personen, die einen Antrag auf Pflegeleistungen gestellt und erkennbar einen Hilfe- und Beratungsbedarf haben.

Im Beratungsgespräch geht es zunächst darum, den konkreten Hilfebedarf zu erfassen und zu analysieren. In einem weiteren Schritt wird gemeinsam ein individueller Versorgungsplan erstellt. Dieser Plan umfasst neben den notwendigen Pflegeleistungen beispielsweise gesundheitsfördernde, heilende, rehabilitative und sonstige medizinische, pflegerische sowie soziale Hilfen. Zudem unterstützen die Pflegeberater bei der Umsetzung der im Versorgungsplan festgehaltenen Schritte. Verändert sich der Bedarf, überprüft der Pflegeberater den Versorgungsplan und passt ihn an.

Die Pflegeberatung kann persönlich in der Geschäftsstelle der Pflegekasse, in einem Pflegestützpunkt oder auf Wunsch des Pflegebedürftigen in der eigenen Häuslichkeit oder auch telefonisch durchgeführt werden.

§§ 7, 7a SGB XI