Landwirtschaftliche Krankenkassen

Unternehmer und mitarbeitende Familienangehörige in der Land- und Forstwirtschaft, in Betrieben des Wein- und Gartenbaus sowie der Teichwirtschaft und Fischzucht sind Pflichtmitglieder in der Krankenversicherung der Landwirte. Das gilt auch für bestimmte Rentner nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (ALG). Träger der Krankenversicherung der Landwirte sind die bei jeder landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft errichteten Landwirtschaftlichen Krankenkassen (LKK). Sie fallen nicht unter das allgemeine Krankenkassenwahlrecht. Für die landwirtschaftlichen Krankenkassen gelten die Vorschriften der Gesetze über die Krankenversicherung der Landwirte (KVLG, KVLG 1989). Nach dem KVLG gelten für die Leistungsansprüche grundsätzlich die Vorschriften des 3. Kapitels des Sozialgesetzbuches V. Zusätzliche Leistungen, wie zum Beispiel Betriebs- und Haushaltshilfen, sind im KVLG geregelt.

Die neun landwirtschaftlichen Krankenkassen (acht regionale und die bundesweite Krankenkasse für den Gartenbau) verlieren seit Jahren Mitglieder. 2011 zählten sie noch rund 560.000 Mitglieder, darunter 330.000 Rentner (sogenannte Altenteiler), und 235.000 mitversicherte Familienangehörige. Das entspricht einem Marktanteil von etwa einem Prozent. Zum 1. Januar 2013 verlieren die landwirtschaftlichen Krankenkassen ihre Selbstständigkeit. Sie werden zusammen mit den landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, Alters- und Pflegekassen dann die neue "Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau" bilden. Das sieht das im Frühjahr 2012 beschlossene Gesetz zur Neuordnung der landwirtschaftlichen Sozialversicherung vor.

§ 166 SGB V