Hilfsmittel

Verordnungsfähige Hilfsmittel im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind Seh- und Hörhilfen, Körperersatzstücke, Rollstühle, orthopädische und andere Hilfsmittel. Sie müssen im Einzelfall erforderlich sein, um unter anderem den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen. Von der Verordnung zulasten der GKV sind bestimmte Hilfsmittel und Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens ausgenommen. Verordnungsfähige Hilfsmittel werden grundsätzlich im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt. An Zuzahlungen hat der Versicherte über 18 Jahre zehn Prozent des Hilfsmittel-Abgabepreises (mindestens fünf Euro, höchstens zehn Euro), maximal die tatsächlichen Kosten zu leisten.

Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) regelt, dass die Versorgung mit Hilfsmitteln zum Behinderungsausgleich bei stationärer Pflege nicht vom Grad der Rehabilitationsfähigkeit abhängig ist. Hilfsmittel dürfen an Versicherte nur auf der Grundlage von Verträgen mit Leistungserbringern abgegeben werden, die die Voraussetzungen für eine ausreichende, zweckmäßige und funktionsgerechte Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel erfüllen. Der GKV-Spitzenverband und die Spitzenorganisationen der Hilfsmittelerbringer geben Empfehlungen ab, wann Ausschreibungen zweckmäßig sind.

§§ 33126127139 SGB V